Ein junger Urlauber telefoniert am Strand

Ab in den Urlaub – Roaming-Regeln 2022

Stand: 21.06.2022, 08:31 Uhr

Das Handy ist im Urlaub meistens mit dabei. Innerhalb Europas ist das inzwischen ohne große Zusatzkosten möglich. Die entsprechenden Regelungen sind gerade erst für weitere zehn Jahre verlängert worden. Trotzdem sind ein paar Dinge zu beachten. Vor allem, wenn die Urlaubsreise über Europa hinausgeht.

Von Peter Kuttler

Ab in den Urlaub – Roaming-Regeln 2022

WDR 4 Kuttler digital 22.06.2022 02:36 Min. Verfügbar bis 22.06.2023 WDR 4 Von Peter Kuttler


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Mobilfunkverträge: Konditionen gelten innerhalb der EU

Bei Datenvolumen, Internetgeschwindigkeit und Telefon-Flatrate gelten innerhalb der Europäischen Union die gleichen Bedingungen, wie sie im ursprünglichen Vertrag festgelegt worden sind. Zwei Einschränkungen gibt es allerdings: Beim Anruf von einem europäischen Land in ein anderes, z.B. von Spanien zu den Freunden im Italien-Urlaub, kann es Zuschläge geben. Die zweite Einschränkung ist die "Fair-Use-Policy". Dabei handelt es sich um eine Art Obergrenze beim Datenvolumen, die verhindern soll, dass Kunden im Urlaubsland erheblich mehr verbrauchen als zu Hause. Ist das nämlich der Fall, können im Ausland Zusatzgebühren fürs Surfen anfallen.

Großbritannien nach dem Brexit

Am 1. Januar 2021 endete die Übergangsfrist, in der die EU-Roaming-Verordnung weiterhin galt. Reisende müssen deswegen dort grundsätzlich wieder mit Roaming-Gebühren rechnen. Manche Mobilfunkanbieter verzichten allerdings freiwillig darauf. Roaming-Gebühren gibt es darüber hinaus auch in vielen anderen Ländern außerhalb der Europäischen Union. Etwa in der Schweiz, in Monaco, in Marokko, in Tunesien und natürlich auch in der Türkei. 

Datenvolumen und Telefonminuten kaufen

Um die Mobilfunk-Kosten in Nicht-EU-Ländern im Griff zu halten, kann man meistens bei seinem Mobilfunkanbieter gegen eine Pauschalgebühr Datenpakete fürs Surfen und Minutenpakete fürs Telefonieren erwerben. Abgesehen davon kann man sich auch eine Prepaid-SIM-Karte aus dem jeweiligen Land kaufen und in seinem Handy während des Urlaubs dort nutzen. Dadurch hat man zwar für diese Zeit eine andere Telefonnummer, spart jedoch eine Menge Telefonkosten. Und für WhatsApp-Nachrichten, bzw. WhatsApp-Telefonanrufe macht es sowieso keinen Unterschied.

Sonderfall Schiffsreise

Solange das Schiff im Hafen liegt, gelten erst mal die Roaming-Gebühren des jeweiligen Landes. Aber sobald es ablegt und das Mobilfunknetz verloren geht, kann es sein, dass das Handy automatisch ins Satellitennetz des Schiffes wechselt. Und da kann ein Anruf schon mal bis zu zehn Euro pro Minute kosten. Deswegen auf hoher See die automatische Netzwahl beim Smartphone deaktivieren und immer nur das WLAN-Netz an Bord nutzen.

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