Gebrauchtes Handy: günstig und trotzdem gut

Gebrauchtes Handy: günstig und trotzdem gut

Von Katja Scherer

Wer sich ein neues Smartphone kaufen will, muss viel Geld bezahlen. Gebrauchte Geräte sind oft deutlich günstiger und trotzdem gut - wenn man beim Kauf einige Dinge beachtet.

Ob sich ein gebrauchtes Handy lohnt, hängt davon ab, wofür man es verwenden möchte. Wer sein Handy als Arbeitsgerät nutzt, sollte in Neuware investieren. Gerade als Einsteigergerät, als Zweithandy oder für die Kinder reicht dagegen ein gebrauchtes Handy oft aus.

Wo kauft man am besten ein Gebrauchthandy?

  • Hören Sie sich zunächst im Freundeskreis um: Hat jemand ein neuwertiges Gerät abzugeben? So kann man sich als Käufer sicher sein, dass das Gerät noch gut funktioniert.
  • Abzuraten sei vom Kauf in Internetforen, sagt Lisa Brack, Chefredakteurin Test und Kaufberatung beim Onlineportal Chip.de. "Dort hat der Kunde kaum Möglichkeiten, sich vorab über den Verkäufer zu informieren." Zu groß sei das Risiko, geklaute Ware zu erstehen.
  • Vorsicht auch bei Ebay-Käufen. Auch dort gibt es immer wieder Fälle, in denen Ware nicht ankommt oder nicht der angegebenen Beschreibung entspricht.
  • Weiter Option: Onlineportale wie Asgoodasnew, Rebuy oder AfB. Diese kaufen alte Handys an, bereiten sie auf und verkaufen sie weiter - jeweils mit genauer Zustandsbeschreibung des Gerätes und in der Regel mit einer eigenen Garantie.

Worauf sollte man achten?

  • Ganz wichtig: auf die Akkuleistung. In neueren Handys ist der Akku in aller Regel fest verbaut. Wenn der Akku nicht mehr richtig funktioniert, kommen hohe Kosten für einen Austausch dazu. Bei älteren Geräten lässt sich der Akku dagegen meist problemlos austauschen.
  • Wie alt ist das Betriebssystem? Bei alten Geräten bekommt man oft keine aktuellen Updates mehr.
  • Kann man das Handy vor dem Kauf persönlich anschauen, ein paar "basics" auf ihren Zustand prüfen: Kabelbuchse, Lautsprecher, Home-Button.

Welcher Preis ist angemessen?

  • Laut Chip.de-Expertin Lisa Brack sollten Verbraucher für gebrauchte Handys nicht mehr als 65 Prozent des aktuellen Neupreises zahlen.
  • Hände weg von Geräten, die nur noch die Hälfte vom Neupreis oder weniger kosten. Das kann nicht seriös sein, sagt Digitalexperte Daniel Pöhler.
  • Bei einem Geschäftskauf daran denken, sich den Kaufbeleg mitgeben zu lassen – damit eventuelle Garantieansprüche nicht verfallen. Bei AfB sind das mindestens 12 Monate, bei Rebuy 18 Monate und bei Asgoodasnew sogar 30 Monate.

Stand: 12.03.2018, 08:36