Facebook, aber privat - eine Checkliste

Facebook, aber privat - eine Checkliste

Von Dennis Horn

Sich ein sicheres Facebook-Profil einzurichten, war noch nie einfach. Das Netzwerk lebt davon, dass möglichst viele Daten öffentlich sind. Wenn es um Privatsphäre geht, macht uns Facebook deshalb das Leben schwer. Mit dieser Checkliste können Sie Ihr eigenes Facebook-Profil Schritt für Schritt überprüfen.

1. Machen Sie es Menschen schwer, Sie bei Facebook zu finden

Jeder, der Ihren Namen kennt, kann Sie problemlos finden. Er muss dafür einfach Ihren Namen in die Suchzeile von Facebook eingeben. Diese Möglichkeit können Sie nur abstellen, indem Sie Facebook mit einem Pseudonym benutzen - was laut Nutzungsbedingungen aber verboten ist.

Sie können aber verhindern, dass Menschen Sie über Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Telefonnummer finden. Außerdem können Sie Suchmaschinen wie Google verbieten, Ihr Profil in den Suchergebnissen anzuzeigen. Innerhalb von Facebook können Sie außerdem verhindern, dass Fremde Sie als Freundin oder Freund hinzufügen können.

Dabei sollten Sie beachten, dass Sie sich mit einigen dieser Einstellungen auch so weit abschotten können, dass sich Leute gar nicht bei Ihnen melden können, von denen Sie eigentlich gern gehört hätten.

2. Machen Sie Ihre Daten nur für Ihre Freunde sichtbar

Facebook kennt mehrere Grundeinstellungen für Ihre Privatsphäre. Diese regeln, wer zu sehen bekommt, was Sie posten - egal, ob es Fotos und Videos, Links oder kurze Texte sind. Für jeden Beitrag können Sie die Privatsphäre einzeln regeln, bevor Sie ihn veröffentlichen:

Öffentlich: Jeder Facebook-Nutzer weltweit kann Ihren Beitrag sehen - und nicht nur die. Auch für Menschen, die gar keinen Facebook-Zugang besitzen, aber zum Beispiel über eine Suchmaschine auf Ihr Profil oder die Inhalte darin stoßen, können Beiträge, die mit der Privatsphäre-Einstellung "Öffentlich" gepostet wurden, sehen.

Freunde von Freunden: Nicht nur Ihre Freunde, sondern auch deren Freunde sehen Ihre Beiträge. Vorsicht mit dieser Option: Angenommen, Sie haben "nur" 50 Freunde, die wiederum ebenfalls jeweils 50 Freunde haben - dann sind Ihre Beiträge schon für ganze 2.500 Leute sichtbar.

Freunde: Mit dieser Privatsphäre-Einstellung sehen nur die Menschen Ihre Beiträge, die Sie auch als Facebook-Freunde akzeptiert haben. Diese Einstellung empfehlen wir als Grundeinstellung für Facebook.

Benutzerdefiniert: Mit dieser Option können Sie entscheiden, welche Nutzerinnen und Nutzer genau Ihre Beiträge sehen dürfen - oder welche sie andersherum genau nicht sehen sollen.

Die Grundeinstellung für alle neuen Beiträge, die Sie ab jetzt veröffentlichen wollen, können Sie in den Privatsphäre-Einstellungen festlegen. Dort können Sie außerdem auf einen Schlag die Privatsphäre-Einstellungen aller bisher veröffentlichen Beiträge einschränken, so dass sie nicht mehr öffentlich oder für Freunde von Freunden verfügbar sind.

Die Privatsphäre-Einstellungen gelten, über Ihre Facebook-Beiträge hinaus, außerdem für die meisten Informationen, die Sie sonst noch bei Facebook hinterlegen. Dazu gehören zum Beispiel die Gefällt-mir-Angaben, die Sie verschiedenen Facebook-Seiten spendiert haben, die Informationen darüber, mit welchen Facebook-Mitgliedern Sie verwandt sind, oder die Liste der Nutzer, mit denen Sie befreundet sind. Meistens finden Sie im direkten Umfeld dieser Informationen auch die Möglichkeit, die Privatsphäre-Einstellung dafür vorzunehmen.

Für Inhalte, die Sie öffentlich stellen, lassen sich außerdem noch einmal speziellere Einstellungen festlegen. Sie können zum Beispiel regeln, dass Menschen Sie abonnieren können. Diese Menschen sehen dann nur Ihre öffentlichen Beiträge im Newsfeed, sind aber nicht mit Ihnen befreundet. Außerdem lässt sich einstellen, wer öffentliche Beiträge kommentieren sowie auf Ihre öffentlichen Profil-Informationen reagieren darf.

3. Blockieren oder melden Sie Menschen, die Sie nerven oder belästigen

Sie können lästige Menschen und Seiten blockieren. Innerhalb von Facebook sieht es dann so aus, als sei Ihr Account nicht mehr existent. Blockierte Nutzer können nur noch in Apps oder Spielen mit Ihnen in Kontakt treten, die Sie gemeinsam nutzen. Sie können auch Menschen blockieren, die allein über die Messenger-App von Facebook mittels Nachrichten oder Anrufen mit Ihnen in Kontakt treten möchten.

Wenn Sie mit einzelnen Menschen befreundet bleiben möchten, sich aber nur durch deren Einladungen zu Veranstaltungen oder Apps genervt fühlen, können Sie auch nur diese Einladungen blockieren; und auch ganze Apps können Sie blockieren, wenn mehrere Menschen auf einmal Sie mit derselben App nerven. Einmal blockierte Menschen und Apps können Sie in allen genannten Kategorien jederzeit wieder "entblocken".

Spammen Menschen oder Seiten Sie im Newsfeed zu, können Sie auf die drei Punkte rechts über jedem Beitrag klicken. Dort haben Sie die Möglichkeit, die jeweilige Person oder Seite entweder für 30 Tage auszublenden oder sie komplett aus Ihrem Newsfeed zu verbannen.

Vermuten Sie einen Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook, können Sie Beiträge, Personen oder Seiten auch melden. Auch das geht über die Beiträge auf der Startseite - oder über die drei Punkte im Kopf der Profilseiten. Solche Meldungen landen dann in den Löschzentren von Facebook, wo sie nach offiziellen Angaben händisch kontrolliert werden.

4. Unterscheiden Sie zwischen engen und weniger engen Freunden

Ihren Kollegen erzählen Sie im Alltag vermutlich nicht alles, was Sie nur mit Ihren besten Freunden teilen. Bei Facebook muss es nicht anders sein: Es ist möglich, dass Sie zum Beispiel zwischen engen Freunden, Bekannten, Familie und Kollegen unterscheiden. Dabei helfen die sogenannten Listen - leider eine der kompliziertesten Funktionen, was die Privatsphäre angeht.

Die vier Standardlisten: "Familie", "Enge Freunde", "Bekannte" und "Eingeschränkt". Diese Listen hat Facebook standardmäßig an Bord. In "Familie" werden automatisch Freunde gespeichert, die Sie in Ihrem Profil als Familienmitglieder benennen. "Enge Freunde" und "Bekannte" sind Listen, die Sie selbst mit Freunden füllen können, je nachdem, ob diese Ihnen näher oder ferner sind. In der Liste "Eingeschränkt" können Sie Freunde speichern, die nur Beiträge und Informationen sehen sollen, die Sie mit der Einstellung "Öffentlich" online gestellt haben.

Die freien Freundeslisten. Wenn Sie noch genauer unterscheiden möchten, zum Beispiel nach Freunden aus dem Sportverein, früheren Schulfreunden oder Leuten, die Sie nur übers Netz kennen, können Sie selbst auch weitere Listen anlegen.

Die automatischen Freundeslisten. Facebook scannt die Profile Ihrer Freunde und legt automatisch Listen mit Menschen an, die zur selben Schule gegangen sind, den gleichen Arbeitgeber haben oder die gleiche Uni besucht haben wie Sie. Wenn Sie in einer dieser Listen jemanden vermissen, weil er Schule, Arbeitgeber oder Uni nicht eingetragen hat, können Sie ihn einer automatischen Liste nachträglich hinzufügen.

Gerade diese Freundeslisten machen etwas Aufwand. Am einfachsten lassen sie sich über die Listenverwaltung von Facebook anlegen und pflegen. Aufwändiger ist es, über die Liste aller Freunde oder direkt in den privaten Profilen jedes einzelnen Freundes festzulegen, in welcher Liste er landen soll. Wenn Sie die Listen aber einmal eingerichtet haben, können Sie sie fast überall dort nutzen, wo Sie auch die Privatsphäre-Einstellungen wie "Öffentlich" oder "Freunde" einstellen können.

5. Machen Sie es anderen Menschen schwer, Dinge über Sie zu posten

Was Sie nicht verhindern können: dass Menschen Fotos von Ihnen hochladen oder Ihren Namen erwähnen. Sie können auch nicht verhindern, dass andere Menschen Sie markieren, dass sie also in einem Foto oder einer Statusmeldung einen Link zu Ihrem Profil hinterlegen.

Sie können aber dafür sorgen, dass diese Markierungen keiner Ihrer Freunde sieht. Außerdem können Sie einstellen, dass Sie jeden Beitrag, in dem Sie markiert werden, erst einmal bestätigen möchten. Bestätigen Sie ihn nicht, wird er auch nicht in der Chronik Ihres Profils angezeigt. Über das Aktivitätenprotokoll können Sie auch die bisherigen Markierungen bearbeiten und sie zum Beispiel alle auf einmal löschen.

Außerdem können Sie generell verhindern, dass Ihre Freunde Dinge in Ihre Chronik posten können - oder regeln, wer die Beiträge sehen darf, die Ihre Freunde in Ihrer Chronik veröffentlichen.

6. Verhindern Sie, dass Facebook die Gesichtserkennung auf Sie anwendet

Facebook nutzt die Gesichtserkennung nach eigenen Angaben für verschiedene Dinge. Wenn Sie die Funktion aktivieren, bekommen Menschen zum Beispiel vorgeschlagen, Sie zu markieren, wenn sie ein Foto hochladen, auf dem eine Person zu sehen ist, die Ihnen ähnelt.

Facebook verspricht, mit den Daten der Gesichtserkennung Missbrauch von Fotos zu verhindern, auf denen Sie zu sehen sind. Außerdem sollen sehbehinderte Personen so die Möglichkeit erhalten zu erfahren, wer auf Fotos zu sehen ist.

7. Verhindern Sie, dass Ihre Freunde sehen, welche Freunde Sie noch haben

Falls Sie nicht möchten, dass öffentlich ist, mit wem Sie befreundet sind, können Sie auch das regeln: Auch für Ihre Freundesübersicht können Sie eine Privatsphäre-Einstellung vornehmen - und zum Beispiel festlegen, dass nur bestimmte Freunde oder niemand außer Ihnen selbst sehen darf, mit wem Sie befreundet sind.

Haben Sie ihre Chronik auf "abonnierbar" geschaltet? Dann können Sie auch die Liste Ihrer Abonnenten verbergen - und festlegen, wer sehen darf, wen Sie abonniert haben. Das geht nicht über die Einstellungen, sondern über den Bleistift rechts oben in Ihrer Freundesübersicht.

8. Prüfen Sie, ob Sie alle Freundeseinstellungen richtig gemacht haben

Sie können sich von Facebook anzeigen lassen, wie Ihre Chronik aussieht, wenn bestimmte Freunde sie aufrufen. Mit dieser Vorschaufunktion können Sie also prüfen, ob Sie alle Einstellungen richtig vorgenommen haben. Aufrufen können Sie die Vorschau über die Einstellungen oder über die drei Punkte im Kopf Ihres eigenen Profils.

9. Verhindern Sie, dass Apps und Spiele Daten über Sie bekommen

Candy Crush, FarmVille oder Mafia Wars: Auch Apps und Spiele sind hochinteressiert daran, an Ihre Daten zu kommen. Einige Entwickler haben Daten auch schon weiterverkauft, ohne dass sie die Erlaubnis dazu hatten. Über eine dieser Apps - den Psychotest "thisisyourdigitallife" - kam zuletzt auch der Skandal rund um Cambridge Analytica ins Rollen.

Bevor Sie eine App oder ein Spiel innerhalb von Facebook nutzen, sollten Sie in deren Chronik lesen, was andere Nutzer darüber schreiben. Oft hilft auch, den Namen der App zu googeln. Bei zu vielen schlechten Bewertungen sollten Sie die Finger davon lassen.

Facebook fragt Sie bei jeder App und jedem Spiel, was diese mit Ihren Daten und in Ihrer Chronik anstellen darf. Wenn Sie Apps oder Spielen schon Zugriff auf Ihr Profil gewäht haben, können Sie nachträglich prüfen, auf welche Daten sie zugreifen können - und diesen Zugriff unterbinden. Falls Sie ganz sicher gehen möchten, können Sie Apps, Spielen und externen Websites sogar komplett den Zugriff auf Ihr Profil verbieten.

Sollten Sie Facebook schon länger nutzen und darin ältere Apps aktiviert haben, für die Sie damals noch keine Privatsphäre-Einstellung festlegen konnten, können Sie in den Einstellungen zentral festlegen, welche Privatsphäre-Einstellung für diese älteren Apps gelten soll.

10. Verhindern Sie, dass Sie selbst Daten über andere weitergeben

Facebook speichert Daten auch über Menschen, die keine Mitglieder des sozialen Netzwerks sind. Das passiert zum Beispiel, wenn Sie den Adressbuchabgleich nutzen oder über mögliche Freunde aus anderen Quellen importieren. Datenschützer vermuten seit langem, dass Facebook aus diesen Daten "Schattenprofile" erstellt, die aktiv werden, sobald die betroffenen Menschen sich erstmals bei Facebook anmelden.

Deshalb gilt: Wenn Sie die Daten anderer Menschen schützen möchten, lassen Sie die Finger von Import-, Synchronisations- und Einladungsfunktionen, die Facebook Ihnen auf seiner Website, aber auch in den mobilen Apps anbietet, also auch in der zusätzlichen Messenger-App.

Wenn Sie schon einige dieser Funktionen genutzt haben, können Sie die Daten eingeladener Personen und aller bisher importierter Kontakte löschen. Außerdem können Sie alle Kontakte aus Ihrem Smartphone-Telefonbuch löschen, die durch die Messenger-App hochgeladen wurden - und das dauerhafte Synchronisieren dieser Kontakte unterbinden.

11. Kontrollieren Sie, welche Werbung Sie zu Gesicht bekommen

Werbekunden können bei Facebook gezielt Anzeigen für Menschen mit bestimmten Interessen schalten. Facebook führt dazu für jede und jeden von uns eine Liste, in der steht, für welche Dinge wir uns vermutlich interessieren. Diese Liste ist nicht mit den Gefällt-mir-Angaben zu verwechseln, die wir innerhalb von Facebook tätigen - sie wird aber unter anderem aus diesen Gefällt-mir-Angaben gebildet. Was die wenigsten Nutzerinnen und Nutzer wissen: Sie können diese Liste bearbeiten.

Sie können zusätzlich verhindern, dass Sie gezielt Werbung von Unternehmen angezeigt bekommen, auf deren Kundenliste Sie stehen - zum Beispiel, weil Sie sich auf deren Websites mit Ihrem Facebook-Account eingeloggt haben. Außerdem lässt sich ausschließen, dass Unternehmen Sie über persönliche Angaben ansprechen können. Dazu gehören zum Beispiel Ihr Beziehungsstatus, Ihr beruflicher Werdegang oder die Geräte, mit denen Sie Facebook nutzen. Auch konkrete Themen lassen sich ausschließen: Alkohol, Kindererziehung und Haustiere.

Wichtig: Facebook aktualisiert diese Informationen immer wieder. Wenn Sie kontrollieren möchten, welche Werbung Sie zu Gesicht bekommen, müssen Sie diese Einstellungen also regelmäßig vornehmen.

12. Kontrollieren Sie spezielle Werbeformen

Facebook beobachtet Sie nicht nur im sozialen Netzwerk, sondern auch auf Websites und in Apps - zum Beispiel dann, wenn dort auch Anzeigen des Werbenetzwerks von Facebook oder dessen Like-Button eingeblendet werden. Besuchen Sie zum Beispiel eine Reise-Website, könnte Ihnen im Anschluss in Facebook Werbung für Hotels angezeigt werden. Dass Sie auf Websites und in Apps beobachtet werden, lässt sich nicht abstellen - wohl aber die Nutzung dieser Daten für personalisierte Werbung.

Andersherum läuft es genauso: Sie können auch für die Anzeigen, die über das Facebook-Werbenetzwerk auf Websites und in Apps zu sehen sind, festlegen, dass sie nicht personalisiert sein sollen. Außerdem können Sie verhindern, dass Freunde von Ihnen Werbung angezeigt bekommen, die auf Ihren Aktivitäten innerhalb von Facebook basiert - zum Beispiel, weil Sie der Seite eines bestimmten Unternehmens in Facebook ein "Gefällt mir" spendiert haben.

13. Schützen Sie Ihren Account vor fremden Zugriffen

Facebook speichert alle Sitzungen, mit denen Sie zurzeit im Netzwerk eingeloggt sind. Haben Sie sich über ein fremdes Gerät eingeloggt, aber vergessen, sich wieder auszuloggen, können Sie diese Sitzung über die Einstellungen beenden - auf Wunsch sogar alle noch laufenden Sitzungen auf einen Schlag. So sind Sie sicher, dass niemand mehr über ein fremdes Gerät in Ihren Account gelangen kann. Zusätzlich ist es möglich, dass Sie sich von Facebook eine E-Mail schicken lassen, wenn sich jemand über ein neues Gerät oder einen neuen Browser in Ihren Account einloggt.

Pflichteinstellung für alle Nutzerinnen und Nutzer: die zweistufige Authentifizierung. Damit kann man sich nicht mehr allein mit dem Passwort einloggen, sondern muss zusätzlich einen Code eingeben, den man per SMS, über einen Code-Generator in einer App oder auf anderen Wegen erhalten kann. Für Momente, in denen Sie diese Codes nicht erhalten können, weil Sie zum Beispiel auf Reisen sind, können Sie sich von Facebook Wiederherstellungscodes generieren lassen.

Aber Vorsicht: Wenn Sie Ihr Passwort und gleichzeitig Ihr Smartphone, vielleicht sogar den Zugriff auf Ihre E-Mail-Adresse verlieren, wird es etwas komplizierter, wieder Zugang zu Ihrem Konto zu erhalten. Es kann Ihnen dann passieren, dass Sie sich über Ihr Geburtsdatum identifizieren müssen. Geben Sie deshalb nach Möglichkeit Ihr echtes Geburtsdatum bei Facebook an - und verstecken Sie es über die Privatsphäre-Einstellungen, wenn Sie nicht möchten, dass andere es sehen.

14. Legen Sie Nachlass- und Vertrauenskontakte fest

Sie können bei Facebook eine Person festlegen, die im Falle Ihres Todes Zugriff auf Ihr Konto erhält. Diese Person kann nicht in Ihrem Namen neue Beiträge veröffentlichen und auch nicht auf Ihre Privatnachrichten zugreifen. Sie kann aber einen bereits bestehenden Beitrag in Ihrer Chronik ganz nach oben ziehen, auf Freundschaftsanfragen antworten und Ihr Profilbild aktualisieren. Zusätzlich können Sie ihr die Möglichkeit einräumen, ein Archiv mit Beiträgen, Fotos und Videos runterzuladen.

Für den Fall, dass Sie sich aus Ihrem Konto aussperren, können Sie bis zu fünf Personen als Vertrauenskontakte festlegen. Diese können Ihnen dann über ein von Facebook festgelegtes Prozedere dabei helfen, wieder Zugriff auf Ihr Konto zu erlangen - im Zweifelsfall erreichen Sie diese Personen auch schneller als jemanden bei Facebook selbst.

15. Deaktivieren oder löschen Sie Ihr Konto

Wenn Sie trotz aller Sicherheits- und Privatsphäre-Vorkehrungen irgendwann genug von Facebook haben, wird es tricky. Facebook bietet Ihnen für diesen Moment erst einmal nur die Möglichkeit an, Ihr Konto zu deaktivieren. Damit löschen Sie es aber nicht, sondern legen es nur still. Das Konto ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Suchfunktion oder in Freundeslisten zu sehen. Es wird aber automatisch wieder aktiv, sobald Sie sich wieder einloggen. Auch Ihre Daten hält Facebook so lange vor.

Die Möglichkeit, Ihr Konto komplett zu löschen, finden Sie nur über die Facebook-Hilfe - oder über den Link hier in dieser Checkliste. Wenn Sie den Löschvorgang starten, werden Sie zunächst nach Ihrem Passwort und einem Sicherheitscode gefragt. Danach dauert es noch einmal 14 Tage, bis der Löschvorgang beendet ist. Sollten Sie es sich in dieser Zeit noch einmal anders überlegen, können Sie Ihr Konto wieder reaktivieren.

Wichtig ist, dass Sie bei Facebook eingeloggt sind, wenn Sie beginnen, diese Checkliste abzuarbeiten. Nur dann funktionieren alle Links, mit denen Sie direkt im jeweiligen Einstellungsmenü landen. Am besten nutzen Sie außerdem den großen Computer und nicht das Smartphone oder Tablet - so gehen Sie sicher, dass Sie wirklich alle wichtigen Einstellungen vornehmen können.

Die Checkliste gilt für die im Mai 2018 gültige Version der Einstellungen. Wir bemühen uns, die Checkliste bei Änderungen möglichst schnell anzupassen.

Stand: 16.05.2018, 10:08