Geschenke Check - Sprachassistenten

Smartphones per Spracheingabe bedienen

Geschenke Check - Sprachassistenten

Von Jörg Brunsmann

  • Sprachassistenten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit
  • Aktuell gibt es in Deutschland zwei Anbieter: Amazons "Echo" und "Google Home"
  • Weitere Modelle unter anderem von Apple werden in den nächsten Monaten folgen

Entertainer und kleiner Haushaltshelfer

Die Sprachassistenten sind eine Art intelligente Lautsprecher, die ständig zuhören und auf die Befehle der Nutzer warten. Amazons Lautsprecher heißen „Echo“ und werden mit „Alexa“ angesprochen. Um das Google-Modell zu aktivieren, sagt man: „Okay, Google“ oder „Hey, Google“. Und mittlerweile verstehen sie auch immer mehr. Musik abspielen, einen Timer stellen, Sachen auf die Einkaufsliste im Handy schreiben – alles kein Problem. So richtig zum Leben erwachen die Sprachassistenten allerdings erst mit entsprechenden – zum Teil kostenpflichtigen – Zusatzdiensten. Man kann zum Beispiel Musikdienste mit ihnen verbinden: "Okay Google, spiel das Album 'Bad' von Michael Jackson". Oder man steuert spezielle Steckdosen oder Lampen mit ihnen: "Alexa, Küchenlicht an".

Geschenke Check - Sprachassistenten - Teil 1

WDR 2 Servicezeit | 07.12.2017 | 02:36 Min.

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Geschenke Check - Sprachassistenten - Teil 2

WDR 2 Servicezeit | 08.12.2017 | 02:48 Min.

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oKampfpreis von Amazon: Knapp 35 Euro fürs Einstiegsmodell

Aktuell gibt es in Deutschland nur zwei Anbieter: Amazon mit dem "Echo" und Google mit dem "Google Home". Beide haben verschiedene Modelle im Angebot, kleine und größere. Wichtig zu wissen: In der Technik der Spracherkennung unterscheiden sich die kleinen nicht von den großen Modellen; beide verstehen die gleichen Befehle und haben die gleichen Fähigkeiten. Die "vollwertigen" Modelle Echo und Google Home haben lediglich kräftigere Lautsprecher eingebaut und können so zum Beispiel das Küchenradio problemlos ersetzen. Die Preise beginnen bei den kleinen Geräten bei etwa 50 Euro; die größeren Sprachassistenten kosten um die 100 Euro. Vor allem Amazon ist beim kleinen Modell, dem "Echo Dot" in den letzten Wochen in einen Preiskampf eingestiegen – es gab ihn immer mal wieder zum Preis von knapp 35 Euro.

Und der Datenschutz?

So hilfreich sie im Alltag auch sein können, für Datenschützer sind die Sprachassistenten ein Albtraum. Denn alles, was nach dem Schlüsselwort ("Alexa" oder "Okay Google") gesagt wird, landet per Internet im Rechenzentrum der jeweiligen Anbieter. Die auf diese Weise eine Menge Informationen über uns und unsere Gewohnheiten bekommen. Und wer auf diese Daten noch alles zugreifen darf, das ist nicht wirklich klar. Fragt man Alexa, ob auch der Geheimdienst meine Daten bekommt, antwortet sie in der Regel "Da bin ich mir leider nicht sicher".

Stand: 07.12.2017, 00:00