Digitales Fasten mithilfe von Apps

Digitales Fasten mithilfe von Apps

Von Anja Münchrath

  • Die App "My Quality Time" erinnert an handyfreie Phasen
  • Das Programm "Space" zeigt tägliche Smartphone-Nutzung an
  • Die Software "Forest" pflanzt Bäume für jede Minute ohne Handy

Zu Beginn der Fastenzeit verzichten viele Menschen ganz klassisch auf Süßigkeiten, fettiges Essen oder Alkohol. Eine neue Herausforderung ist aber auch das digitale Fasten, denn pro Tag verbringt der Deutsche durchschnittlich 3 Stunden und 25 Minuten am Smartphone. Spezielle Digital-Detox-Apps können helfen, sich weniger mit dem Smartphone zu beschäftigen.

My Quality Time - Die App für Selbstdisziplinierte

In der App "My Quality Time" kann der Nutzer eine handyfreie Aktivität wie Lernen, Sport oder Ausruhen wählen und ein bestimmtes Zeitfenster dafür einstellen. Ein Timer zeigt an, wie lange die Anwender dabei vom Smartphone lassen können. Das funktionierte eher mit viel Selbstdisziplin, findet der 13-jährige Max: "Ja, die kann ich ganz einfach austricksen, weil es keine Strafe dafür gab, wenn du an dein Handy gehst oder es wird auch nicht verzeichnet." Die App ist gratis und ausschließlich für iOS-Geräte verfügbar.

Space - was habe ich wann am Smartphone gemacht?

Die App zeigt an, wie viele Minuten Smartphone-Besitzer täglich mit einzelnen Aktivitäten wie Nachrichten schicken, in sozialen Medien surfen, telefonieren oder mit diversen Apps verbringen. Die können dann auch alle für eine bestimmte Zeit gesperrt werden. Das Programm ist sowohl für Android-Systeme als auch für iPhones kostenlos erhältlich. In der Stichprobe mit der Familie zeigt sich nur ein Problem: Die App ist nicht ganz einfach zu bedienen.

Forest - Bäume als Belohnung

In dieser App wächst, für jede Zeitperiode die der Anwender nicht am Handy verbringt, ein kleiner Baum auf dem Display. Dabei kann das Zeitfenster individuell eingestellt werden. Je öfter der Nutzer das Smartphone bewusst beiseitelegt, desto mehr Bäume werden gepflanzt und irgendwann entsteht ein ganzer Wald. Diese Belohnung hat Max sehr gut gefallen und stark motiviert, seine Mutter sieht das anders: "Ich finde die Idee mit dem Baum ja ganz nett, ich kann mir auch vorstellen, dass dieser spielerische Ansatz bei Kindern ganz gut funktioniert, aber mir hat das nicht geholfen, ich konnte mit dem Wald nichts anfangen."

Smartphonefasten mithilfe von Apps

WDR 2 Servicezeit | 06.03.2019 | 03:49 Min.

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Stand: 05.03.2019, 15:06