Mehr Speicherplatz in der Cloud

Mehr Speicherplatz in der Cloud

Von Peter Kuttler

Wenn man sich nicht so gut von Sachen trennen kann und alles immer weiter ansammelt, dann wird's früher oder später eng. Auf dem PC ist in diesem Fall irgendwann kein Platz mehr – es sei denn, man schiebt die Dateien in einen Cloud-Speicher.

Mehr Speicherplatz in der Cloud

WDR 4 Kuttler digital | 15.11.2017 | 02:34 Min.

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Mehr Platz – Speicher mieten

Symbol für Cloud-Anbieter

Google, Telekom, Microsoft oder Dropbox sind beliebte Anbieter von Cloud-Diensten

Im Prinzip ist die Cloud eine sehr große Festplatte, die von bestimmten Unternehmen zur Verfügung gestellt wird (z.B.: Google, Telekom, Microsoft, Dropbox etc). Bei denen kann man dann quasi einen Teil der Festplatte mieten. Die Preise variieren je nach Größe des gewünschten Speicherplatzes.  

TIPP: Viele Anbieter stellen einen begrenzten Speicherplatz gratis zur Verfügung. Bei der Telekom sind es aktuell etwa 10 GB, bei Microsoft 15 GB und bei der Dropbox bis zu 16 GB (gratis Speicherplatz kann durch Werben von Kunden vergrößert werden). Wenn man den Speicherplatz in der Cloud zur Verfügung hat, kann man dorthin Dateien vom eigenen Rechner oder vom Smartphone übertragen. Das geschieht entweder über die Webseite des Cloud-Anbieters oder über ein spezielles Übertragungsprogramm des Anbieters, das man auf dem PC oder dem Smartphone installiert.

Flexible Datenverwaltung durch die Cloud

Einer der besonderen Vorteile des Cloudspeichers ist es, dass man darauf in der Regel von jedem Rechner oder Smartphone weltweit zugreifen kann und somit seine Daten immer und überall zur Verfügung stehen hat. Dazu einfach die Internetseite des Anbieters aufrufen, einloggen und danach auf die gespeicherten Dateien zugreifen.

Außerdem kann man die Cloud über eine spezielle Software, die von den jeweiligen Cloud-Anbietern zur Verfügung gestellt wird, verwalten. Bei der Installation dieser Cloud-Software wird auf dem Rechner meist ein Ordner angelegt. Verschiebt oder kopiert man in diesen Ordner Daten, dann werden diese automatisch in die Cloud hochgeladen. Jede neu in den Ordner hinzugefügte oder auch jede in dem Ordner geänderte Datei wird permanent mit der Cloud synchronisiert. Die Cloud ist somit also immer quasi stets ein Spiegelbild des entsprechenden Ordners auf dem Rechner.

HINWEIS: Man kann meist entscheiden, ob man die in der Cloud gespeicherten Daten auf dem eigenen Rechner belassen oder diese komplett auslagern möchte, um den Speicherplatz des PC zu entlasten.

Sicherheit verbessert

Es gab und gibt immer wieder Kritik an den Sicherheitsstandards der verschiedenen Cloud-Anbieter. Viele haben darauf reagiert und die Kriterien verbessert. So bieten inzwischen die meisten Clouds eine "zwei Faktor Authentifizierung". Dabei wird beim Einloggen zum Beispiel ein zusätzlicher Code per Kurzmitteilung aufs Handy geschickt (oder per E-Mail). Nur mit diesem Zusatzcode ist Einloggen letztlich möglich.

Die bloßen Zugangsdaten zum Cloud-Account würden Hackern somit erst mal wenig nützen. Bei den vielen Anbietern werden die Daten mittlerweile zusätzlich sowohl bei der Übertragung als auch am Speicherort verschlüsselt. Vor Datenverlust ist der Cloud-Benutzer ebenfalls recht gut geschützt, da die Anbieter meist regelmäßige, mehrfache Backups anlegen.

Stand: 15.11.2017, 00:00