BSI warnt vor Cyber-Angriffen auf ältere Windows-Versionen

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BSI warnt vor Cyber-Angriffen auf ältere Windows-Versionen

  • Cyberschutzbehörde BSI rät zu Sicherheits-Updates
  • Ältere Windows-Versionen gefährdet
  • Bonner Behörde: 14.000 PCs nicht ausreichend geschützt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in Bonn hat nach eigenen Angaben Hinweise, dass Hacker daran arbeiten, die Schwachstelle "Bluekeep" für Angriffe zu nutzen. Tausende Rechner sind weiter verwundbar.

Die ursprüngliche Warnung wurde bereits im Mai ausgesprochen. Microsoft hat zu diesem Zeitpunkt auch schon Sicherheitsupdates zur Verfügung gestellt. Trotz der ausdrücklichen Empfehlung des BSI haben bisher längst nicht alle Anwender die Updates installiert.

Somit seien weltweit noch immer mindestens eine Million Computersysteme für die Sicherheitslücke anfällig. In Deutschland schätzt die Bonner Behörde die Zahl unmittelbar verwundbarer Computer aktuell auf mindestens 14.000.

Ein infizierter Server reicht

Die Schwachstelle Bluekeep ist im Remote-Desktop-Protocol-Dienst (RDP) von Microsoft-Windows enthalten und sei aus der Ferne und ohne Zutun des PC-Besitzers ausnutzbar, so das BSI. Es reiche aus, dass nur ein einziger Server infiziert werde, danach könne sich ein Schadprogramm wurmartig über das komplette Computer-Netzwerk eines Unternehmens ausbreiten.  

Die Schwachstelle betrifft Computer, auf denen Windows XP oder Windows 7 installiert ist, außerdem sind mehrere Versionen der Windows Server anfällig. Aktuelle Windows Versionen sind nicht betroffen.

Sicherheitslücken können große Schäden verursachen

Vor zwei Jahren hatten die Programme WannaCry und NotPetya auf ähnliche Weise weltweit große Schäden verursacht und Unternehmen in Existenznöte gebracht. 

Der Hersteller Microsoft stellt entsprechende Sicherheitsupdates bereit, auch für Windows-Versionen, für die Microsoft den Service offiziell eingestellt hat. 

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Stand: 12.06.2019, 12:45