Atomkraftgegner zu Unrecht in Gewahrsam

Im Vordergrund sitzt ein Atomkraftgegner auf dem Gleis, im Hintergrund arbeiten Polizisten, andere schauen zu

Atomkraftgegner zu Unrecht in Gewahrsam

Bei einer Protestaktion in Gronau hat die Polizei Atomkraftgegner zu Unrecht in Gewahrsam genommen. Dies hat die Polizei in einem Gerichtsverfahren selbst anerkannt.

Wie am Freitag (18.10.2019) bekannt wurde, geht es um eine Blockade im Oktober 2017. Sechs Aktivisten hatten sich mit Betonklötzen an die Gleise gekettet, um einen Atomtransport in die Uran-Anreicherungs-Anlage in Gronau zu blockieren.

Die Polizei nahm danach zwölf Atomkraftgegner in Gewahrsam um zu verhindern, dass die Blockade möglicherweise wiederholt wird. Die bloße Vermutung rechtfertige keinen Freiheitsentzug, urteilten die Verwaltungsrichter. Das Verfahren ist eingestellt.

Die Atomkraftgegner erwartet jetzt noch ein Prozess vor dem Amtsgericht Steinfurt wegen Behinderung des Bahnverkehrs.

Atomkraftgegner zu Unrecht in Gewahrsam 00:35 Min. Verfügbar bis 18.10.2020

Stand: 18.10.2019, 15:41