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Erkenntnisse aus dem Hörfunk-Gutachten des Rundfunkrats

Sprecherin vor Radiomikrofon

Erkenntnisse aus dem Hörfunk-Gutachten des Rundfunkrats

In seiner Sitzung am 2. Mai 2019 hat der WDR-Rundfunkrat folgende Stellungnahme zu dem von ihm beauftragten Hörfunk-Gutachten verabschiedet:

Der WDR-Rundfunkrat

  • hält den Anteil von Hörer-und Programmaktionen im Wortprogramm bei WDR 2 und WDR 4 von ca. zwei Prozent im Jahr grundsätzlich für vertretbar. Positiv schätzt er die redaktionelle Einbettung der Aktionen ein, die dadurch einen informativen Charakter erhalten.
  • unterstreicht allerdings, dass die Moderationen bzw. Ankündigungen von Verlosungen oder Gewinnspielen angemessen und seriös bleiben sollten.
  • begrüßt die Bestrebungen, die Formenvielfalt im Programm von WDR 2 und 4 zu erhöhen. Das Gremium unterstützt den Hinweis des Gutachtens, dass neben Kollegengesprächen mehr gebaute Beiträge Bestandteil des Programms sein sollten. Es bestärkt den WDR darin, dabei weiterhin neue und überraschende Konzepte zu entwickeln.
  • schätzt grundsätzlich das Talkformat ‚Jörg Thadeusz‘ auf WDR 2 sowie die Art und Weise der Moderation. Die Sendung bietet Infotainment mit viel Potential, eine interessante Gästeauswahl und damit einen qualitativ guten und abwechslungsreichen Übergang in das Abendprogramm.
  • wünscht sich allerdings einen etwas größeren NRW-Bezug in der Talksendung und eine größere Bandbreite bei der Gästeauswahl, um der Sendung ein abwechslungsreiches, landesspezifisches Profil zu verleihen. Die Anzahl der interviewten Journalist*innen könnte zugunsten unbekannterer Interviewpartner*innen verringert werden, die sich durch besondere und interessante Leistungen für das Bundesland NRW auszeichnen (z. B. Start-up-Unternehmer*innen oder Sportler*innen aus NRW sowie Vertreter*innen aus der NRW-Theaterszene). Nicht zuletzt rät das Gremium, die Wortanteile von Herrn Thadeusz zugunsten der Gäste zu reduzieren.
  • begrüßt nach wie vor das neue Musikkonzept von WDR 4 mit dem Fokus auf englischsprachige Oldies, ergänzt um deutschsprachige Popsongs. Auch der Umfang der Retroschlager von einem Schlager pro Stunde in der Zeit zwischen 9:00 und 15:00 Uhr hält der Rundfunkrat für angemessen. WDR 4 kommt damit zumindest teilweise den Bedürfnissen einer eher älteren schlageraffinen Bevölkerungsgruppe entgegen, ohne das Musikkonzept insgesamt wieder rückgängig zu machen.