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Anregungen zur nachhaltigen Entwicklung des Senders

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Anregungen zur nachhaltigen Entwicklung des Senders

Stellungnahme vom 30. August 2018

Der WDR-Rundfunkrat

  • begrüßt die bereits vorhandenen Ansätze und Bemühungen im WDR, nachhaltige Arbeits- und Produktionsprozesse in unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens voranzutreiben.
  • ermutigt den WDR, nachhaltige Entwicklung als übergeordnetes strategisches Unternehmensziel zu verankern und die Voraussetzungen hierfür zu schaffen, dass die Aspekte nachhaltigen Handelns als Querschnitts- und Führungsaufgabe strukturell und systematisch gestärkt werden.
  • hält es für geboten, dass der WDR bei alltäglichen Arbeitsprozessen sowie der Planung, Durchführung und Postproduktion von Sendungen seine Mitarbeiter/innen direktions-, abteilungs- und bereichsübergreifend sensibilisiert, um diesem Ziel – anhand messbarer Kriterien – angemessen Rechnung zu tragen.
  • begrüßt internes und externes Engagement des WDR und seiner Mitarbeiter/innen im Sinne einer stärkeren Eigenverantwortung und freiwilligen Selbstverpflichtung für nachhaltige Belange. Dazu zählen z.B. die Kommunikation konkreter Maßnahmen nach innen und außen, der intensivere Einsatz von Verbrauchsmaterialien und Werbemittel aus nachhaltigen Rohstoffen, die Durchführung von nachhaltig organisierten Veranstaltungen, das Einholen interner und externer Expertise zum Zwecke des Wissenstransfers sowie Kooperationen mit anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Filmförderinstitutionen des Landes und des Bundes.
  • ist der Auffassung, dass im Rahmen der Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen vor dem Hintergrund struktureller Einsparungen möglichst viele Voraussetzungen geschaffen und Potenziale ausgeschöpft werden, um die Aspekte nachhaltigen Handelns möglichst zeitnah umzusetzen. Vor dem Hintergrund der Rentabilität sollte möglichst darauf geachtet werden, dass sich Veränderungen von Arbeits- und Produktionsweisen entweder kostenneutral gestalten oder sich anfängliche Mehrkosten mittelfristig amortisieren.
  • fordert den WDR auf, die Aspekte nachhaltigen Handelns möglichst umfassend für Eigen-, Auftrags- und Mischproduktionen anzuwenden bzw. Anreizsysteme für Produzent/innen zu schaffen. Dies soll zumindest für die Kernbereiche Mobilität, Energie, Catering, „Green Office“, Logistik sowie Dekoration/Bau erfolgen.
  • erwartet, dass der WDR die Umsetzung seines nachhaltigen Handelns auf der Grundlage von zuvor festgelegten, transparenten Kriterien evaluiert und dem Ausschuss für Rundfunkentwicklung alle zwei Jahre darüber berichtet. Einen ersten Bericht über die Unternehmensstrategie nachhaltiger Entwicklung sowie über das Konzept, welche Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden können, erwartet das Gremium im Jahr 2019.
  • regt an, dass der WDR das Ziel der nachhaltigen Entwicklung aktiv in die Beratungen zur Strukturreform von ARD, ZDF und Deutschlandradio einbringt und dort vorantreibt.