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Rundfunkrat stimmt neuem Kinderradio mit Bedingungen zu

WDR startet neuen Kinderradiokanal und Podcasts für "Die Sendung mit der Maus"

Rundfunkrat stimmt neuem Kinderradio mit Bedingungen zu

Beschluss des WDR-Rundfunkrats vom 7. November 2019

"Der WDR-Rundfunkrat stimmt den Veränderungen und Erweiterungen des Kinderradio-Programmangebots des WDR ab Dezember 2019 gemäß § 16 Absatz 6 Satz 1 WDR-Gesetz unter folgenden Voraussetzungen zu.

Der WDR-Rundfunkrat erwartet,

  • dass das veränderte Audioprogramm den Bildungsauftrag des Senders weiterhin in hohem Maße erfüllt. Angebote, die zur Bildung von Kindern beitragen, dürfen zu keinem Zeitpunkt einen Ansatzpunkt für Sparmaßnahmen bieten.
  • dass die neuen „Maus-Magazine“ Kindern einen Einblick in die kulturelle Vielfalt ermöglichen. Die Sendungen sollten daher Elemente in verschiedenen Sprachen beinhalten und ein vielfältiges Musikprogramm von klassischer Musik bis hin zu traditionellen Volksliedern vorsehen. Der Musikanteil im Digitalradioangebot, der durch das neue Programm von rund 80 Prozent auf ca. 50 Prozent sinken soll, darf daher nicht weiter reduziert werden.
  • dass die stärker journalistisch profilierte einstündige ,KiRaKa’-Sendung bei WDR 5 erhalten bleibt, um einerseits auch die etwas ältere Zielgruppe (Kinder von acht bis 13 Jahren) anzusprechen und andererseits Radio-Formen anzubieten, die in Podcasts nicht mehr möglich sind – wie zum Beispiel tagesaktuelle Nachrichten.

An dem neuen Audioprogramm für Kinder begrüßt der Rundfunkrat, dass die starke Fernsehmarke „MAUS“ genutzt wird, um eine engere Bindung mit der Zielgruppe und eine höhere Reichweite im Radio- und Internetbereich zu generieren. Er unterstützt in diesem Zusammenhang die Entwicklung von kreativen Maus-Magazinen als Podcasts, die eine starke Marke benötigen, um sich am Markt durchsetzen zu können.

Das Gremium bedauert allerdings, dass aus Kapazitätsgründen die Sendung ‚Bärenbude‘ am Sonntagmorgen bei WDR 5 vorerst entfallen muss, um die bestehenden Ressourcen für das neue Maus-Programm einsetzen zu können. Es legt Wert darauf, dass für die ‚Bärenbude‘ und für das medienpädagogische Angebot ‚Bärenbude Klassenzauber‘, das ebenfalls eingestellt wird, schnellstmöglich ein Ersatz geschaffen wird."