Der WDR bei re:publica und Media Convention

Die Maus bei der re:publica

Der WDR bei re:publica und Media Convention

"Programmieren mit der Maus", Wissenschaft in 59 Sekunden und die Frage: "Was wissen wir wirklich?" Das WDR-Programm bei re:publica und Media Convention steht ganz im Zeichen der Bildung.

Wer programmieren kann, versteht die Welt. Im Digitalen Wandel ist Coden der Schlüssel, selbst aktiv zu werden, mitzugestalten und fundiert Kritik üben zu können. Daher hat "Die Sendung mit der Maus" eine Web-Anwendung entwickelt, die schon die Kleinsten spielerisch an die Grundfähigkeiten des Programmierens heranführt. Selbermachen statt konsumieren gilt dabei auch für den gemeinsamen Stand von WDR und rbb vom 6. bis 8. Mai auf der re:publica in Berlin, wo die Anwendung präsentiert wird. An verschiedenen Workstations können die Besucher*innen hier mit "Programmieren mit der Maus" erste Gehversuche im Gestalten und Coden machen. Ob beim analogen Bierdeckel-Spiel oder mit digitalen Lernspielen am Touchscreen und selbst generierten Buttons: Einfach mal #mausprobieren beim Workshop am 5. Mai um 14.30 Uhr auf dem Netzfest, am WDR/rbb-Stand auf der re:publica 2019 oder im Web unter programmieren.mauswdr.de.

"Die Digitalisierung bietet uns völlig neue Möglichkeiten, komplexe Themen spannend aufzubereiten. Ob 'Programmieren mit der Maus', Musikvermittlung via Web-App oder Zeitzeugenberichte mit AR-Technik direkt im Klassenzimmer: Der WDR zeigt, wie moderne Wissensvermittlung aussehen kann. Damit erfüllen wir eine unserer zentralen Aufgaben: den öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag ins Digitale zu übersetzen", sagt WDR-Intendant Tom Buhrow über den diesjährigen Themenschwerpunkt des WDR bei re:publica und Media Convention.

Überall Wissen, aber was wissen wir wirklich?

Wissen in der digitalisierten Welt ist auch das Thema einer gemeinsamen Session von Tom Buhrow und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim ("MaiLab", "Quarks"), die hauptberuflich Wissen fürs Netz aufbereitet. Unter dem Motto "Überall Wissen, aber was wissen wir wirklich?" befragen sie sich am 7. Mai auf der Media Convention gegenseitig: Wie vermittelt man Wissensthemen spannend und zeitgemäß? Was hast du zuletzt gelernt? Was muss man wissen, was kann man googlen?

Tom Buhrow und Mai Thi Nguyen-Kim

WDR-Journalist*innen auf den re:publica-Bühnen

Neben der gemeinsamen Session von Tom Buhrow und Mai Thi Nguyen-Kim präsentieren auch zahlreiche weitere WDR-Journalist*innen auf der re:publica in verschiedenen Panels, Workshops und Sessions ihre Arbeit und gehen mit den Besucher*innen in den Austausch:

"Ist das gerade wirklich das Thema?! Relevanz im digitalen Zeitalter"

Journalisten befinden sich immer mehr im Sperrfeuer von Themen. Vor allem Populisten haben die Meinungsmacht des Digitalen für sich entdeckt und versuchen, die Medien mit verkürzten Halbwahrheiten und bewusst geschürten Ängsten vor sich herzutreiben. Was kann der Journalismus dagegen tun? Und was bedeutet Relevanz überhaupt noch in diesen Zeiten? Darüber diskutiert Georg Restle mit Marietta Slomka (ZDF), Vanessa Vu (Zeit Online) und Florian Klenk (Falter) am 6. Mai ab 15 Uhr auf Bühne 2.

v.l.: Florian Klenk, Vanessa Vu, Marietta Slomka, Georg Restle

"Machiavelli" live: Der COSMO-Podcast über Rap & Politik feat. Diana Kinnert & Sookee

Parallel dazu zeichnen Vassili Golod und Jan Kawelke eine Live-Folge ihres COSMO-Podcasts "Machiavelli" auf. Hier geht es um große Reden und unbeachtete Reime. Um Menschen mit einer Stimme. Menschen mit Macht – egal, ob sie Klunkerketten oder Krawatten tragen. Und um alles zwischen den Zeilen. Zwischen den Zeilen ist Diana Kinnert die Nachwuchs-Kanzlerkandidatin der CDU. Und die Berliner Rapperin Sookee ist das schlechte Gewissen der Deutschrapszene. Beide wünschen sich Veränderungen: in ihren Bereichen und in dem des jeweils anderen. Ausreichend Diskussionspotenzial also für die beiden WDR-Journalisten und ihre Gäste – am 6. Mai ab 15 Uhr auf Bühne 5.

"Insta kann mehr als Beauty!"

Auf Instagram gibt es nur schöne Fotos und Influencer-Werbung? Es scheint so. @maedelsabende halten dagegen. Mobil, aktuell, feministisch. Der Kanal bietet alle wichtigen Themen, die junge Frauen interessieren: Ausbildung, Aufklärung, erste Liebe. Das Team sind Angelina, Clare und Farah. Sie sind Vorbilder und geben mit ihren Storys Denkanstöße für die Community. Auf dem Panel möchten sie unter anderem diskutieren, wie sich Feminismus heute definiert, wie das Netz die Möglichkeiten erweitert hat, dieses Thema in der Öffentlichkeit zu platzieren. Am 6. Mai um 11 Uhr im rbb talk lab und um 18.30 Uhr auf der TINCON sowie am 8. Mai um 14.15 Uhr auf der Media Convention.

"Augmented Classroom"

Wir brauchen digitale Unterrichtsinhalte, die Sinn machen, spannend sind und mehr können als die alten Schulbücher. Das Bildungsprojekt "WDR AR 1933-1945" macht die Zeit des Nationalsozialismus neu erfahrbar und holt sie direkt ins Klassenzimmer. Damit fügt der WDR der Diskussion um "Digitale Schulen" etwas Wichtiges hinzu: Es geht nicht nur um mehr Tablets für Schulen oder bessere Weiterbildungen für Lehrer*innen – vor allem geht es um tatsächlich sinnvolle, digitale Inhalte, die ein anderes, ein tieferes Verstehen ermöglichen, als dies bestehende Materialien tun. VR/AR-Autorin Stefanie Vollmann berichtet am 8. Mai um 11.15 Uhr auf der re:learn-Bühne im Kühlhaus von ihrer Arbeit.

"Sind das Fakten oder kann das weg? So geht Wissenschaft in 59 Sekunden"

Plastikmüll, Dieselgate, Impfen: Wissenschaft liefert Fakten – ob im Alltag oder bei großen Problemen unserer Zeit. "Quarks" zeigt im Social Web: Man braucht nicht immer ein Dossier. Wie kann man komplexe Zusammenhänge in eine Minute packen, ohne wie pseudowissenschaftliche "Fakten"-Seiten zu enden? Mehr Tiefe durch Kürze, mehr Debatte durch Reduktion. Mehr aus der "Quarks"-Redaktion am 6. Mai um 13.45 Uhr im Loft T.

"Quarks" im Social Web:

Abtauchen an der VR-Bar

Am WDR/rbb-Stand lädt eine gemeinsame VR-Bar verschiedener ARD-Sender die Besucher*innen ein, in andere Welten einzutauchen. Und das wortwörtlich: Das SWR-Projekt "Blautopf VR" entführt mit faszinierenden Bildern in das verzweigte Blauhöhlensystem auf der Schwäbischen Alb, das sonst nur Höhlenforschern zugänglich ist. Ebenfalls nur eine VR-Brille entfernt sind Zeitreisen in "Unsere Stadt 2049" (hr) oder nach "Pompeji" (arte) im Jahre 79, als ein verheerender Vulkanausbruch die antike Stadt zerstörte. Der WDR präsentiert die Projekte "Bergwerk 360 Grad" und "Inside Auschwitz", der MDR ist mit "Into Music" und "Elefant, Tiger & Co" dabei.

Klangkiste und Sachgeschichten zur Digitalisierung

In einer mit Tablets ausgestatteten Sitzecke stellt die WDR Musikvermittlung am Stand auf der re:publica ihr neuestes Projekt vor: die WDR Klangkiste, die erste interaktive Musik-Web-App der ARD. Mit dem "DoReMix", einer Art Kompositionsbaukasten, mit dem sich Aufnahmen bearbeiten und neu zusammenstellen lassen, können Kinder eigene kleine Musikstücke erschaffen. Außerdem gibt es Spiele, ein Quiz und viel Wissenswertes zu den vier WDR Ensembles und ihren Instrumenten. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren und alle, die Spaß an Musik haben. Außerdem finden Besucher*innen des WDR/rbb-Stands auf den Tablets verschiedene Lach- und Sachgeschichten zu Digitalthemen. Und wer die Augen offen hält, trifft sicher auch die Maus, die sich in diesem Jahr wieder unter die Messegäste der re:publica mischt, um sich über die neuesten Digitaltrends zu informieren.

Das virtuelle Bergwerk rollt an

Der VR-Truck mit der "Bergwerk Experience" ist Teil der neuen Ausstellungsfläche am benachbarten Deutschen Technikmuseum. In einem umgebauten Übertragungswagen können bis zu vier Personen gleichzeitig die Erlebnisstationen des "Virtuellen Bergwerks" ausprobieren. Dort kann man beispielsweise via VR-Brille in das Bergwerk Prosper Haniel (Bottrop) einfahren und sehen, wie dort bis Ende 2018 Kohle abgebaut wurde oder die menschenleere Zeche an der Photogrammetrie-Station auf eigene Faust erkunden. Das Highlight ist die "4D Experience", in der Wind, Geruch, Hitze und Erschütterungen des Bodens das Erlebnis "unter Tage" lebensecht wirken lassen.

rbb mit Panels zur Zukunft der Medien und über 20 Talks im #rbbTalkLab

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) lädt auf der re:publica 2019 zu zwei Panels und dem #rbbTalkLab ein. Bei der Media Convention Berlin ist der rbb auf mehreren Panels vertreten:

"Ende einer Ära? Wenn aus Rundfunk Medien werden." ist das Thema der Diskussion am ersten Tag der re:publica u. a. mit rbb-Intendantin Patricia Schlesinger (6. Mai, 13.45 Uhr, Stage 7). Am Folgetag stellt sie sich der Frage "Hat der Journalismus eine Zukunft?", gemeinsam u. a. mit Madsack-Chefredakteurin Digitale Transformation Hannah Suppa (rbb-Panel, 7. Mai, 11.15 Uhr, Stage 5).

Im #rbbTalkLab auf dem gemeinsamen Stand mit dem WDR diskutieren die re:publica-Teilnehmer mit Expertinnen und Experten über alles, was das Netz, die Medien und die Gesellschaft bewegt. Dazu gibt es Workshops zu aktuellen Themen der sozialen Welten, täglich im Stundentakt von 10 bis 18.30 Uhr in der Main Hall. Mit dabei sind unter anderem ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab, "docupy"-Autorin Julia Friedrichs, das Team von "Mädelsabende" und COSMO-Programmchefin Schiwa Schlei. Alle Talks überträgt rbb|24 mit Untertitelung im Livestream.

Stand: 24.04.2019, 12:00