Haushalt 2019: WDR setzt Sparanstrengungen fort

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Haushalt 2019: WDR setzt Sparanstrengungen fort

Der WDR-Rundfunkrat stimmte in seiner Sitzung vom 18. Dezember 2018 dem WDR-Haushalt 2019 zu.

Einnahmen von rund 1,41 Mrd. Euro stehen Ausgaben von rund 1,58 Mrd. Euro im Betriebshaushalt gegenüber. Laut Finanzplan – hierin werden die tatsächlich fälligen Einnahmen und Ausgaben erfasst – verbleibt ein Fehlbetrag von 88,2 Mio. Euro (s. Erläuterung unten). Dieser wird der dafür vorgesehenen Allgemeinen Ausgleichsrücklage entnommen. Damit ist der Haushalt 2019 ausgeglichen.

Der Ausgleich ist gelungen, obwohl der Rundfunkbeitrag seit 2009 nicht erhöht und im Jahr 2015 sogar um 48 Cent reduziert wurde. Allerdings konnte der WDR zum 31.12.2017 eine bis dato gesperrte Beitragsrücklage auflösen. Diese steht dem WDR in der laufenden Beitragsperiode bis Ende 2020 zur Kompensation von Fehlbeträgen zur Verfügung und trägt damit auch zur Beitragsstabilität im Zeitraum bis 2020 bei.

Die Mittel aus der Beitragsrücklage hätten aber nicht gereicht, die inflationsbedingten Kostensteigerungen auszugleichen. Dies ist nur durch die enormen Sparanstrengungen der vergangenen Jahre wie den sozialverträglichen Abbau von 500 Planstellen und die dauerhafte Kürzung von Sachetats möglich. Erstmals konnte bei der Haushaltsplanung 2019 außerdem der neue, kostengünstigere Tarifvertrag zur Altersversorgung berücksichtigt werden.

In Zukunft werden sich darüber hinaus Einsparungen aus der ARD-Strukturreform ergeben.

Erläuterung:

Betriebshaushalt und Finanzplan sind zwei unterschiedliche Instrumente, um die finanzielle Situation eines Unternehmens abzubilden. Der Betriebshaushalt stellt Erträge und Aufwendungen gegenüber. Hierin enthalten sind auch so genannte kalkulatorische Erträge und Aufwendungen. Diese verursachen aktuell noch keine Geldabflüsse, müssen aber aus gesetzlichen Gründen erfasst werden, zum Beispiel die Aufwendungen für Altersversorgungs­rückstellungen oder Abschreibungen. Der Betriebshaushalt sagt alleine noch nichts über das liquide Ergebnis des Geschäftsjahres aus, welches laut den gesetzlichen Vorgaben ausgeglichen sein muss. Daher werden im Finanzplan die tatsächlich fälligen Einnahmen und Ausgaben erfasst und somit das liquide Ergebnis ermittelt.

Stand: 18.12.2018, 12:49