"Filme sind der Überfluss, für den es sich zu leben lohnt"

V.l. WDR-Fernsehfilmchef Prof. Gebhard Henke, WDR-Intendant Tom Buhrow, Jörg Hartmann (WDR-TATORT Dortmund), die Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben und WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn

"Filme sind der Überfluss, für den es sich zu leben lohnt"

Von Barbara Feiereis

Auf der Berlinale ist der WDR wieder mit einer breiten Palette von Produktionen vertreten. Bei der WDR Happy Hour trafen sich SchauspielerInnen, AutorenInnen, RegisseurInnen und ProduzentInnen.

Auf der 68. Berlinale ist der WDR wieder mit einer breiten Palette von Produktionen in den wichtigen Festivalreihen vertreten. Anlass für WDR-Intendant Tom Buhrow, Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, Fernsehfilmchef Gebhard Henke und Barbara Buhl SchauspielerInnen, AutorenInnen, RegisseurInnen, ProduzentInnen zu einer Happy Hour einzuladen und Dankeschön zu sagen für anrührende Geschichten und Themen so vielfältig wie das Leben: Von Freundschaft und Erwachsenwerden, einem Plädoyer gegen den Krieg, eine Liebesgeschichte in der Sommerhitze der Stadt. Produktionen, die mit Herzblut und Kreativität umgesetzt wurden.

Neue Chancen für Produzenten

Die Kreativen kamen wieder zahlreich, darunter auch die Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben. In seiner Rede sprach Tom Buhrow neue Chancen für die Produzenten an. Netflix, Amazon, Apple und auch die kommerziellen Sender würden derzeit viel Geld in Neuproduktionen stecken. Er betonte dabei, dass es die ARD war und ist, die bei den Produzenten auch in schlechteren Zeiten für Aufträge gesorgt habe – und sie auch weiterhin an sich binden wolle.

WDR-Empfang auf der Berlinale

Im Berliner Hotel Savoy begrüßte WDR-Intendant Tom Buhrow am 18. Februar viele prominente Gäste aus der Filmbranche.

V.l. WDR-Fernsehfilmchef Prof. Gebhard Henke, WDR-Intendant Tom Buhrow, Jörg Hartmann (WDR-TATORT Dortmund), die Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben und WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn

V.l WDR-Fernsehfilmchef Prof. Gebhard Henke, WDR-Intendant Tom Buhrow, Jörg Hartmann (WDR-TATORT Dortmund), die Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben und WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn

V.l WDR-Fernsehfilmchef Prof. Gebhard Henke, WDR-Intendant Tom Buhrow, Jörg Hartmann (WDR-TATORT Dortmund), die Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben und WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn

Die Schauspieler Jan Josef Liefers und Iris Berben, im Hintergrund Günther Rohrbach

Die Schauspieler Dietmar Bär (WDR-TATORT Köln) und Thilo Prückner

Die Gastgeber v.l. WDR-Fernsehdirektor Schönenborn, Intendant Buhrow, Fernsehfilmchef Prof. Gebhard Henke und Fernsehfilm-Vize Dr. Barbara Buhl

Nachträgliche Geburtstagsglückwünsche von Iris Berben für Heinrich Breloer

V.l. Die WDR-Kino-Koproduktion "Styx" eröffnet die Panorama-Reihe bei der Berlinale: WDR-Intendant Tom Buhrow, Hauptdarstellerin Susanne Wolff, Regisseur Wolfgang Fischer und Produzent Marcos Kantis

WDR-Produktion "Fremder Feind": v.l. Romanautor Jochen Rausch, Dr. Barbara Buhl, Drehbuchautorin Hannah Hollinger, Regisseur Rick Ostermann, Producerin Louise von Johnston und Produzent Marcos Kantis

WDR-Produktion "Die Füchsin": Die Hauptdarsteller Lisa Wendl und Karim Cherif

X-Filme-Produzent Stefan Arndt, Fernsehfilmchef Prof. Gebhard Henke, Regisseur Achim von Borries, Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, WDR-Intendant TomBuhrow

Intendant Tom Buhrow und "Brecht"-Hauptdarsteller Burkhart Klaussner

Regisseur Sebastian Ko und Bavaria-Produzentin Sonja Goslicki

WDR-Produktion "Klassentreffen": Autor, Schauspieler und Regisseur Jan Schütte neben Produzentin Sophia Aldenhoven

Christine Urspruch (WDR-TATORT Münster) und Regisseur Oskar Roehler

v.l. die Schauspieler Jörg Hartmann, Götz Schubert, Tom Schilling und Susanne Wolff

WDR-Produktion "Brecht": v.l. Dr. Barbara Buhl, die Schauspieler Tom Schilling, Lou Strenger, Burkhart Klaussner und Produzentin Corinna Eich

V.l. WDR-Produktion "Aufbruch ins Ungewisse": v.l. die Produzenten Kirsten Hager und Eric Moss, WDR-Redakteurin Sophie Seitz und Hauptdarsteller Fabian Busch

Auch das vieldiskutierte Thema der Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe sparte Buhrow in seiner Rede nicht aus. Es sei ihm wichtig, das offensiv anzusprechen. Seit Jahren gebe es im WDR entsprechende Vorkehrungen und Regelungen betonte Buhrow: "Wir brauchen in der ganzen Branche Kontrollmechanismen und Anlaufstellen, damit solche Übergriffe nicht mehr passieren."

WDR-Koproduktionen im Rennen um Fernsehpreis

Barbara Buhl, die Leiterin der Programmgruppe Fernsehfilm und Kino stellte die Teams der diesjährigen WDR Produktionen vor. Im Wettbewerb läuft die BR/WDR/ARTE-Koproduktion "Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot"von Philipp Gröning. Der Film beschreibt die Zeit des Umbruchs an der Schwelle zum Erwachsenwerden. "Styx", eine WDR/ARTE-Kinokoproduktion, eröffnet die Festival-Reihe Panorama. Unter der Regie von Wolfgang Fischer spielt Susanne Wolff eine Ärztin, die in ihrem Urlaub auf einem Einhandsegler den Atlantik überquert und auf ein Leck geschlagenes Flüchtlingsboot trifft. Der Film zeigt einen Überlebenskampf auf dem Wasser, in dem das grausame Ausgeliefertsein in Not geratener Menschen spürbar wird.

Desweiteren feiert der SWR/WDR-Debütfilm "Verlorene" Premiere in der Reihe "Perspektive Deutsches Kino". Die WDR Koproduktion "Cobain" von Nanouk Leopold läuft in der Sektion "Generation 14plus". Der Dokumentarfilm "draußen" läuft in der Reihe "Perspektive Deutsches Kino" und portraitiert vier Obdachlose, die in Köln auf der Straße leben. Rund ein Dutzend fiktionale und dokumentarische WDR Koproduktionen können sich zudem Hoffnung auf den Deutschen Filmpreis machen. Gezeigt werden sie in der Reihe Lola@Berlinale.

Applaus und Glückwünsche für Heinrich Breloer

Heinrich Breloer feierte einen Tag zuvor seinen 76. Geburtstag und viele Gäste gratulierten dem Autor und Regisseur bei der WDR Happy Hour. Derzeit arbeitet er an der Fertigstellung seiner zweiteiligen Dokufiktion "BRECHT", die im kommenden Jahr gesendet werden soll. Und im Brechtschen Sinn schloss auch Barbara Buhl ihre Rede: "Filme sind vielleicht nicht lebensnotwendig, aber sie sind der Überfluss, für den es sich zu leben lohnt."

Stand: 20.02.2018, 12:13