Auch WDR-Gebäude betroffen

Wasser aus der Kanalisation in die Kellerräume des Studio Wuppertal gedrückt.

Unwetter in NRW

Auch WDR-Gebäude betroffen

Das große Unwetter am Mittwoch, 14. Juli, hat auch einzelne WDR-Gebäude getroffen und bescherte der HA Gebäudewirtschaft etliche Einsätze seit Mittwochabend. Am heftigsten ist das Studio Wuppertal in Mitleidenschaft gezogen. Hier konnte Donnerstag Nachmittag aber wieder gesendet werden.

Das hing allerdings nur indirekt mit einer Überflutung im Haus zusammen. Die Stadt Wuppertal hatte das Stromnetz im Studio und in der Umgebung vorerst abgestellt. Seit 9 Uhr lief am Donnerstag ein Notstromaggregat. Das Studio ist aber weiterhin telefonisch nicht erreichbar. In der Nacht hatte sich im Keller Wasser aus der Kanalisation nach oben gedrückt und Teile des Kellers geflutet. Die Feuerwehr pumpte dann das Wasser ab. Gegen 01:30 Uhr hatte die Polizei die Bewohner aller EG-Wohnungen im Gebäude aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen.

Betrieb im Studio Wuppertal musste komplett eingestellt werden.

Durch den Wassereinbruch war der Sendebetrieb gestört.

Die Hörer:innen der Wuppertaler Lokalzeit-Nachrichten erhielten die Kölner Sendung, für die Wuppertal allerdings zuliefert. Es wurde geprüft, ob die abendliche Lokalzeit-TV-Sendung über eine SNG produziert und ausgestrahlt werden kann. Die DPT/VTA fuhr ein 130-KV-Aggregat nach Wuppertal und untersuchte, inwiefern Teile der Studio-Technik wieder in Betrieb genommen und/oder die Übertragungsfahrzeuge auf dem Hof versorgt werden konnten. Gegen Donnerstag Nachmittag war man wieder sendefähig.

Wasser auch im Filmhaus  

Regenwasser in der Baustelle des Kölner Filmhauses

Auch in die Baustelle des Kölner Filmhaus drang Regenwasser ein.

In Köln ist vor allem die Baustelle Filmhaus betroffen. Hier hatte sich Regenwasser im 3. Untergeschoß gesammelt, welches sich in einer Höhe von ca. 15 cm auch in die Versorgungszentrale verteilt hat. Besondere Probleme bereitete hier der sogenannte Übergabebau unter der Nord/Süd-Fahrt auf der Ebene 4, durch den alle IT-Verkabelungen aber auch Schwachstromverkabelungen in Ost/West-Richtung laufen. Dieser Übergabebau war gegen 23 Uhr mit bis zu 30 cm geflutet. Gegen 2 Uhr morgens ist es dann in Gemeinschaftsarbeit von Feuerwehr und Gebäudewirtschaft gelungen, das Wasser aus dem Übergabebauwerk abzupumpen. Nach Einschätzung der Gebäudewirtschaft bestand hier bei Flutung des Übergabegebäudes durchaus die Gefahr eines Totalausfalls der Sendefähigkeit des WDR. Im Laufe des Donnerstagvormittag wurden auf der Baustelle zusätzliche Pumpen eingesetzt.

Neben der Filmhaus-Baustelle war u.a. auch der sogenannte Übergabebau betrroffen.

Neben der Filmhaus-Baustelle war u.a. auch der sogenannte Übergabebau betrroffen, durch den unterhalb der Nord-Süd-Fahrt Kabel verlaufen.

Im 2. Untergeschoß der Arkaden war die Hebeanlage übergelaufen, der Kameralageraufzug blieb aber verschont. Ein Notdiensteinsatz war hier gegen 1 Uhr zu Ende. Im Funkhaus war etwas Wasser ins Treppenhaus gelaufen, ohne nennenswerten Schaden anzurichten. In den übrigen Gebäuden in der Kölner Innenstadt sowie in Bocklemünd wurden keine oder nur geringe Wassereinbrüche festgestellt.

Undramatische Lage in den meisten NRW-Studios  

Der Sender Bärbelkreuz in der Eifel erlebte einen Netzausfall durch den Netzbetreiber. Ein Dieselaggregat wurde  in Betrieb genommen, es gab keine Ausfälle.

Einen zwischenzeitlichen Stromausfall am Mittwochabend verzeichnete das Studio Aachen, ohne dass dieser die Sendefähigkeit betraf. Kleinere Wassereinbrüche ohne Auswirkungen auf den Sendebetrieb werden aus den Studios Münster und Bonn gemeldet. In Dortmund hatte es einen zwischenzeitlichen Ausfall der Lüftung gegeben. An den Standorten Düsseldorf, Bielefeld, Siegen (incl. Büro Arnsberg), Duisburg und Essen sind aktuell keine Schäden bekannt.

Es seien überall erforderliche Instandsetzungen eingeleitet, berichtete die Gebäudewirtschaft. Im Laufe des Tages wurden aber noch einzelne Studio- und Senderstandorte angefahren.

Stand: 15.07.2021, 14:00