„Wir lassen uns nicht einschüchtern!“

WDR-Intendant Tom Buhrow

„Wir lassen uns nicht einschüchtern!“

In einem Video-Statement hat WDR-Intendant Tom Buhrow Hetze gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verurteilt und ein neues Klima des Miteinander gefordert.

In einem Video-Statement hat WDR-Intendant Tom Buhrow Hetze gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verurteilt. Er sicherte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Morddrohungen erhalten haben, Schutz zu und kündigte juristische Schritte an.

Für Tom Buhrow hat die aktuelle Debatte aber eine größere Dimension: „Was wir jetzt erleben, das sagt Erschreckendes aus über den Zustand in unserem Land. Ich frage mich, was mit unserem Land los ist, dass ein missglücktes Video zu Morddrohungen führt.“ Und er appelliert: „Wir müssen Fehler eingestehen, aber dann auch wieder das Gemeinsame suchen und mit Respekt und Anstand aufeinander zugehen. Wir brauchen ein neues Klima des Miteinander in unserem Land.“

Anlass für die Diskussion war eine Satire des Liedes „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“, die bundesweit eine Empörungswelle ausgelöst hatte. WDR 2 hatte mit dem WDR-Kinderchor ein entsprechendes Video produziert und online gestellt. Ziel war es nach Angaben der Redaktion, den „Generationenkonflikt, der sich durch die Fridays-for-Future-Bewegung darstellt, mit den Mitteln der Satire aufzugreifen“. Die Redaktion entschied sich, das Video am Freitagabend (27.12.2019) aus dem Netz zu nehmen. In einer WDR 2-Spezialsendung mit Publikumsbeteiligung am Samstagabend räumten Intendant Tom Buhrow und WDR 2-Chef Jochen Rausch ein, dass das Video misslungen gewesen sei und entschuldigten sich.

"Wir lassen uns nicht einschüchtern!" 01:01 Min. Verfügbar bis 30.12.2020

Stand: 30.12.2019, 17:08