Pageflow zeigt "Tage Alter Musik"

Reportage-Tool

Pageflow zeigt "Tage Alter Musik"

Von Christoph Pierschke

Sieben Musikjournalistik-Studierende der TU Dortmund berichten auf einem Blog über die "Tage Alter Musik" in Herne. Zum ersten Mal nutzen sie dafür das WDR-Reportage-Tool Pageflow.

"Besonders im Bereich der klassischen Musik werden die Möglichkeiten des Netzes oft unterschätzt", sagt Maria Gnann. Sie ist eine von sieben Musikjournalismus-Studierenden der TU Dortmund, die sich derzeit auf die "Tage Alter Musik" in Herne vom 13. bis 16. November vorbereiten. Im Rahmen einer Kooperation von WDR 3 mit der TU Dortmund berichten die Studentinnen und Studenten mit dem WDR-Reportage-Tool Pageflow über die 39. Ausgabe des renommierten Musikfestivals.

Multimedia-Reportage zum Festival

Bereits zum siebten Mal begleiten Studierende der TU Dortmund die "Tage Alter Musik". Bislang produzierten sie vier Tage lang Videos, die sie während des Festivals auf einem Blog veröffentlichten. In diesem Jahr kommt zum ersten Mal das Multimedia-Werkzeug "Pageflow" zum Einsatz.

Für Matthias Steinbrecher, der 2008 den Herne-Videoblog mit aus der Taufe hob, passen Herne und Pageflow hervorragend zusammen: "Man kann das Festival und die Stimmung wesentlich flexibler, variantenreicher und auch schicker vermitteln als auf einer herkömmlichen Website."

"Starke Geschichten und Begegnungen"

Ziel des Projekts ist nicht zuletzt, die "Tage Alter Musik" auch für ein jüngeres Publikum bekannt und attraktiv zu machen. Allerdings wollen die Studierenden mit Pageflow nicht nur "absolute E-Musik-Neulinge" ansprechen, wie Steinbrecher betont. So soll es in den Multimedia-Reportagen beispielsweise um die geschichtlichen Bedingungen des Instrumentenbaus gehen oder den Wandel der Kompositionstechnik vom Barock zur Empfindsamkeit.

"Das ganze natürlich nicht arg musiktheoretisch, sondern eingebettet in starke Geschichten und Begegnungen, erzählt von Musikern oder Experten und versehen mit schönen Bildern und Tönen."

"Die wahre Art das Clavier zu spielen"

Doch es darf auch in die musiktheoretische Tiefe gehen, wie Musikjournalismus-Studentin Susann El Kassar betont. "Zum Beispiel wollen wir im Sinne Carl Philipp Emanuel Bachs der Frage nachgehen, was denn 'die wahre Art das Clavier zu spielen' ist."

Entscheidend sei für solche Themen, dass die Aufbereitung mit Pageflow stimme. Und so freut sich denn auch Maria Gnann, dass die Studierenden "trotz des hohen Stellenwertes des Festivals neue Formate und Idee" ausprobieren können.

Stand: 20.10.2014, 12:03