Mitglieder des künftigen Verwaltungsrats gewählt

WDR

Mitglieder des künftigen Verwaltungsrats gewählt

Der Rundfunkrat hat in seiner Sitzung am Dienstag (8. Oktober 2019) sieben sachverständige Mitglieder für den künftigen WDR-Verwaltungsrat gewählt.

Dem neuen Verwaltungsrat gehören an:

Silke Gorißen, geboren 1971, ist selbstständige Rechtsanwältin in der Kanzlei Mulder & Gorißen in Kleve, seit 2009 Mitglied des WDR-Rundfunkrats und seit 2016 stellvertretende Vorsitzende.

Dr. Fritz Jaeckel, geboren 1963, ist Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, Münster, und Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Er war Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten im Freistaat Sachsen.

Doris Ludwig, geboren 1958, ist Vorsitzende des Betriebsrats der IBM Deutschland Financial Mar-kets Services GmbH, Düsseldorf, und seit 2015 Mitglied des WDR-Verwaltungsrats.

Roswitha Müller-Piepenkötter, geboren 1950, war Justizministerin des Landes Nordrhein-Westfalen und ist seit 2016 stellvertretendes Mitglied im WDR-Rundfunkrat.

Arno Prangenberg, geboren 1964, ist geschäftsführender Gesellschafter der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Korthäuer & Partner GmbH in Essen.

Prof. Dr. Karsten Rudolph, geboren 1962, ist Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen und gehörte dem WDR-Rundfunkrat von 1999 bis 2017 an.

Claudia Schare, geboren 1966, ist Journalistin aus Dortmund. Sie gehörte von 2003 bis 2012 dem WDR-Rundfunkrat an, zuerst als stellvertretendes Mitglied, ab 2009 als Mitglied. Seit 2012 ist sie Mitglied des WDR-Verwaltungsrats.

Zwei weitere Mitglieder werden vom Personalrat in das Gremium entsandt: Christiane Seitz und Reinhold Schreiber werden auch dem neuen Verwaltungsrat angehören.

Verwaltungsratsmitglieder müssen Fachkompetenz mitbringen

Auf der Basis der neuen Fassung des WDR-Gesetzes wurden die sieben Verwaltungsratspositionen, die der Rundfunkrat wählen muss, im Vorfeld erstmals öffentlich ausgeschrieben.

Das WDR-Gesetz macht inzwischen genaue Vorgaben, was die Mitglieder des Verwaltungsrates – auch Sachverständigengremium genannt – insgesamt an Fachkompetenz mitbringen müssen. Erforderlich sind unter anderem Erfahrungen auf dem Gebiet der Medienwirtschaft, der Wirtschaftswissenschaften, der Wirtschaftsprüfung, der Personalwirtschaft, der Informations- oder Rundfunktechnologie. Ein Mitglied muss außerdem über das Wirtschaftsprüferexamen verfügen, ein weiteres über die Befähigung zum Richteramt. Dem Verwaltungsrat sollen mindestens drei Frauen und drei Männer angehören.

Erweitertes Präsidium fungierte als Findungskommission

Der Rundfunkrat hatte im Mai sein erweitertes Präsidium (besteht aus den Vorsitzenden des Rundfunkrats und der Fachausschüsse sowie deren Stellvertreter*innen) mit der Vorbereitung der Wahl beauftragt. Dieses neunköpfige Gremium sollte in Funktion einer Findungskommission aus den eingegangenen Bewerbungen eine begrenzte Anzahl an Kandidat*innen für die verschiedenen Positionen im Verwaltungsrat vorschlagen.

Aus den Vorschlägen wählten die anwesenden 55 Rundfunkratsmitglieder jetzt in einzelnen Wahlvorgängen die sieben sachverständigen Mitglieder. Zuvor bestand für die 13 vorgeschlagenen Kandidat*innen die Möglichkeit, sich kurz persönlich vorzustellen und Rückfragen aus dem Kreise der Wahlversammlung zu beantworten.

Aufgaben des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung des Intendanten mit Ausnahme der Programmentscheidungen. Er ist an wichtigen Personalangelegenheiten beteiligt. Ferner prüft er die Finanzen des WDR, insbesondere die Haushaltspläne, die Entwürfe der Finanz- und Ausgabenplanung sowie den Jahresabschluss und den Geschäftsbericht. Investitionen und Verträge bedürfen der Zustimmung des Verwaltungsrats, wenn ihre Kosten einen bestimmten Rahmen überschreiten. Der Dienstaufsicht des Verwaltungsrats untersteht der Beauftragte für den Datenschutz des WDR, der vom Rundfunkrat bestellt wird.

Amtsperiode 2019 bis 2024

Der aktuelle Verwaltungsrat ist noch bis Dezember 2019 im Amt. Die fünfjährige Amtsperiode des neuen WDR-Verwaltungsrats beginnt mit der konstituierenden Sitzung am 16. Dezember 2019.

Stand: 08.10.2019, 17:38