Lindenstraße: Kulissen und Requisiten werden zu Ausstellungsstücken

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Lindenstraße: Kulissen und Requisiten werden zu Ausstellungsstücken

Von Mutter Beimers Bademantel bis zum „Café Bayer“: Zahlreiche Requisiten, Kostüme und Kulissen der „Lindenstraße“ werden nach dem Ende der Serie im März 2020 zu Ausstellungsstücken.

Mutter Beimers Küche und ihr Bademantel, das „Akropolis“ und das „Café Bayer“ – zahlreiche Requisiten, Kostüme und Kulissen der „Lindenstraße“ werden nach dem Ende der Serie im März 2020 zu Ausstellungsstücken. Der WDR – als federführender Sender innerhalb der ARD – ist gemeinsam mit der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion KG (gff) dazu mit mehreren Museen im Gespräch. Alexander Bickel, Leiter des WDR-Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie: „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir respektvoll mit dem Erbe der Lindenstraße umgehen. Daher freut es uns sehr, dass viele Kult-Stücke aus der Serie ein neues Zuhause finden werden.“

Schon jetzt steht fest, dass beispielsweise die Küche von Helga Beimer und die Bushaltestelle Lindenstraße/Kastanienstraße ins Haus der Geschichte in Bonn wandern werden. Das Technik Museum Speyer, das seit 2012 eine Dauerausstellung zur „Lindenstraße“ zeigt und bereits die Küche von Else Kling beherbergt, wird u.a. zusätzlich das Restaurant „Akropolis“ und das „Café Bayer“ in seine Sammlung aufnehmen.

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Hausordnung der Lindenstraße 3

Die Deutsche Kinemathek in Berlin wird diverse Dinge, darunter u.a. die Speisekarten des „Akropolis“ sowie Helga Beimers und Anna Zieglers Bademäntel übernehmen. Neben den Exponaten zeigt die Deutsche Kinemathek in Kooperation mit WDR und gff die neue „Sammlung Lindenstraße“, für die 373 Folgen der Serie dauerhaft in den Bestand der Kinemathek übergehen. Die Eröffnung der Sammlung findet am 7. November um 19 Uhr mit öffentlichen Podiumsgesprächen statt, an denen Hana und Hans W. Geißendörfer, Alexander Bickel und der für die „Lindenstraße“ verantwortliche WDR-Redakteur Götz Schmedes sowie Schauspieler*innen wie Marie-Luise Marjan, Moritz A. Sachs, Sybille Waury, Irene Fischer, Georg Uecker und Joachim H. Luger teilnehmen werden. Am Nachmittag geben Schauspieler*innen und Produzenten eine öffentliche Autogrammstunde (15 bis 16.30 Uhr) und stehen für einen Presse-Fototermin (17.30 Uhr) und Interviews zur Verfügung.

Gespräche mit weiteren Museen, die an einer Übernahme von Möbeln, Innenkulissen, Requisiten und Kostümen aus dem „Lindenstraße“-Bestand interessiert sind, laufen. Das, was danach noch übrig ist, geht in den auch vom WDR genutzten Fundus für Film- und Theaterausstattung (FTA) oder wird für einen karitativen Zweck verkauft.

Am 29. März wird mit „Auf Wiedersehen“ nach knapp 35 Jahren die 1758. und damit letzte Folge der „Lindenstraße“ ausgestrahlt. Bis zum letzten Drehtag am 20.12.2019 werden noch einige spannende Geschichten in der Regie von Ester Amrami und Herwig Fischer gedreht, darunter zwei Todesfälle und eine Hochzeit. Auch einige ehemalige Figuren wie Momo Sperling, Benny Beimer und Olli Klatt werden für kurze Auftritte zurückkehren.

Stand: 04.11.2019, 12:45