Für den Westen, für die ARD und fürs Netz: Doku-Highlights 2019 aus dem WDR

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Für den Westen, für die ARD und fürs Netz: Doku-Highlights 2019 aus dem WDR

2019 produziert der WDR eine ganze Reihe von Dokumentationen. Diese gibt es ab sofort auch in einem eigenen Doku-Kanal in der Mediathek zu sehen.

Die WDR-Mediathek bietet nun auch einen eigenen Doku-Kanal. Interessierte finden hier alle Dokumentationen des WDR, die der Sender unter Berücksichtigung von Verweildauern und Vertragsrechten digital zeigen darf. Spezielle Rubriken machen das Angebot übersichtlich und attraktiv für User*innen, die sich für bestimmte Themenbereiche interessieren – z.B. "Investigatives & Politik", "Kinder & Familie", "Krankheit & Gesundheit" oder "Liebe & Sex". Durch diesen neuen Schwerpunkt in der Mediathek will der WDR sein großes Angebot an Dokumentationen noch besser für alle Zuschauer*innen auffindbar machen.

Fernsehdirektor Jörg Schönenborn: "Wir folgen unserem Publikum konsequent dahin, wo es uns sucht. Das ist gerade bei den unter 30-Jährigen immer seltener das lineare Fernsehen und immer häufiger das Fernsehen im Netz. Mit dem Doku-Kanal in der Mediathek bieten wir auf einen Blick das, was die Jüngeren bei uns besonders gerne sehen: gut recherchierte, bildstarke, spannende Dokus und Reportagen."

Netzangebote für alle

Um möglichst viele, insbesondere auch jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer zu erreichen, setzen die WDR-Redaktionen auf starke Inhalte und zeitgemäße, digitale Formate für verschiedene Ausspielwege.

Einfamilienhäuser aus der Luft

Wer im neuen Teil von Widdersdorf wohnt, ist meist Eigentümer und hat selbst gebaut. Was suchen die Menschen, die sich hoch verschulden, um hier sein zu dürfen? Wie entsteht auf einem Acker eine neue Heimat?

So hat sich bereits im Vorfeld zur Ausstrahlung der Dokumentation "Heimatland. Oder die Frage, wer dazugehört" (25.2.2019, Das Erste) ein Team aus Film und Online-Autoren im Netz unter docupy/#Heimatland mit dem Thema beschäftigt. Der WDR veröffentlichte seit September 2018 zahlreiche Clips und Interviewpassagen, die auf Facebook, Instagram und Twitter breit diskutiert wurden. Der Clip "Begegnen Sie Neonazis in Ihrem Alltag?" wurde über 400.000 Mal abgerufen. Ab sofort ist Docupy auch mit einem eigenen Kanal bei YouTube vertreten.

Bei WDR Doku auf YouTube finden User*innen wöchentlich drei neue Filme. Der 2017 gestartete Kanal hat knapp 200.000 Abonnenten (Stand: Februar 2019), 2018 kamen sieben Filme auf jeweils mehr als eine Millionen Aufrufe.

Investigative Formate mit Wirkung

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Vier Firmen prüfen die Bilanzen nahezu aller multinationalen Konzerne. Und sie beraten sie auch. Eine unheimliche Macht.

Auch in diesem Jahr setzt der WDR auf investigative Formate. Diese haben in der Vergangenheit für viel Resonanz in Medien und Öffentlichkeit gesorgt. So löste der Dokumentarfilm "The Cleaners" über die Löschpolitik von Facebook, YouTube, Twitter und Co intensive Diskussionen aus, u.a. im Bundestag und im EU-Parlament. Aktuell wollten Reporter von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung In einer umfangreichen Recherche herausfinden, wie die sogenannten "Big Four" – die vier großen Wirtschaftsberatungsunternehmen – arbeiten, wie viel Macht sie wirklich haben und welche Rolle sie bei der Steuerflucht spielen.

Der WDR treibt an – auch bei der Platzierung im Ersten

Der WDR macht sich dafür stark, gesellschaftspolitische Themen und hochwertige Dokumentationen zur besten Sendezeit im Ersten auszustrahlen. Ab 18. März laufen fünf Folgen der BBC-Produktion "Wilde Dynastien", die der WDR gemeinsam mit SWR und rbb ins deutsche Fernsehen holt. Die Filme erzählen die Lebensgeschichten von Schimpansen, Kaiserpinguinen, Löwen, Wildhunden und Tigern, die um ihre Zukunft kämpfen.

Ein Highlight im April ist die Recherche von WDR-Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar zum Thema Künstliche Intelligenz. Die Reise führt zu den Hotspots der KI-Forschung in Europa, den USA und China und zeigt die fundamentalen Entwicklungen, die sich gerade vollziehen. Dabei wirft Yogeshwar Fragen nach der Ethik auf und ordnet ein, welche Gefahren in Zukunft auf uns zukommen könnten.

Dokumentarfilme zu politisch relevanten Themen

Der WDR bringt immer wieder 90-minütige Dokumentarfilme zu politisch und gesellschaftlich relevanten Themen ins Programm – häufig in Zusammenarbeit mit ARTE. Zu den Höhepunkten in diesem Jahr zählen ein Film über Ratko Mladic, den "Schlächter von Bosnien", die beim Sundance Film Festival ausgezeichnete Produktion "One Child Nation" über die Folgen der Ein-Kind-Politik in China sowie "Mandelas Kinder" mit erstmals gezeigten Aufnahmen, in denen Nelson Mandela seinen 22 Enkeln und Ur-Enkeln von seinem Leben erzählt.

Heimatgefühl im WDR: starke Geschichten aus der Region

Feuerwehrleute mit Atemmasken vor lodernden Flammen

Gedreht hat der WDR die zweite Staffel von »FEUER & FLAMME« an zwei Wachen.Unter Einsatz sogenannter Bodycams erleben die WDR-Zuschauer hautnah, wie die Feuerwehrmänner Brände löschen, Menschen retten und ihren Alltag auf den Wachen leben.

Tönendes Martinshorn und laute Rufe: Wenn die Feuerwehrleute in der im Januar angelaufenen zweiten Staffel von "Feuer und Flamme" ausrücken, sind die Zuschauer dank Bodycam hautnah dabei. Mehr in der Rolle des Beobachters im Gerichtssaal erlebt er dagegen "Loveparade – Die Verhandlung". Diese Dokumentation arbeitet die Katastrophe vom Juli 2010 auf, das WDR-Team ist das einzige Fernsehteam, das den Prozess über die gesamte Dauer begleitet. Ab Anfang August 2019 ist dann "Unser Land in den 90ern", eine Fortsetzung der Erfolgsreihen zu den vorhergehenden Jahrzehnten, zu sehen.

Stand: 22.02.2019, 16:55