"Die musste ich reinlassen"

1LIVE-Gefahrenreporter Daniel Danger beim Abschiedsspiel von Roman Weidenfeller

"Die musste ich reinlassen"

Von Christoph Pierschke

1LIVE-Gefahrenreporter Daniel Danger verfolgt unbeirrt seine Fußballerkarriere. Jogi Löw ließ ihn im Sommer als dritten Nationaltorhüter noch abblitzen – mit den bekannten Folgen. Beim Abschiedsspiel von Roman Weidenfeller vor 70 000 Zuschauern im Dortmunder Stadion kam die WDR-Torwarthoffnung ab der 70. Minute zum Einsatz – und ließ prompt zwei Knaller rein.

Roman Weidenfeller hat Dich bei seinem Abschiedsspiel kurz vor Schluss beim Elfmeter zum 4:1 verladen. Und zum 3:1 hatte er Dir vorher auch einen eingeschenkt. Eine bittere Erfahrung?

Daniel Danger: Ach Quatsch, die beiden Treffer musste ich natürlich reinlassen. Das war ja schließlich Weidenfellers Abschiedsspiel! Gegen Eby Smolarek, der mit dem Ball alleine auf mich zukam, habe ich dagegen einwandfrei pariert. Da gab es sogar Szenenapplaus!

Wie hast du es denn ins Roman&Friends-Team geschafft?

Daniel Danger: Der Kollege Weidenfeller hat mich angerufen, weil er von meiner Torwart-Aktion im Sommer gehört hatte. Jogi Löw hat ja die Quittung dafür bekommen, dass er mich für die Weltmeisterschaft nicht berücksichtigt hat. Da wollte Roman Weidenfeller mir nun unbedingt eine Chance geben.

Kanntest du denn Roman Weidenfeller persönlich?

Daniel Danger: Überhaupt nicht. Erst beim gemeinsamen Geheimtraining mit Dortmunds Torwarttrainer Teddy de Beer sind wir uns begegnet. Das war natürlich eine ganz besondere Ehre. Roman ist ein echter Sportsmann.

Da hast du ja sicher noch den einen oder anderen Trick gelernt, oder?

Daniel Danger: Im Gegenteil! Roman Weidenfeller war froh, dass ich nicht ein Jahr vorher zu Borussia Dortmund gekommen bin. Da hätte er sich bei meinem Talent große Sorgen machen müssen, hat er mir hinterher gestanden.

Hand aufs Herz: Warst Du kein bisschen nervös in diesem Allstar-Kader mitzuspielen?

Daniel Danger: Ein bisschen schon. Aber im Mannschaftsbus auf dem Weg zum Stadion saß ich mit Lukas Podolski, Christoph Kramer und Peer Mertesacker zusammen. Die haben mich wie einen richtigen Spieler aufgenommen und mir gesagt: Heute zählt nur, zu Null zu spielen! Aber zu Ehren von Roman Weidenfeller mussten wir natürlich verlieren.

Nach einem solch grandiosen Auftritt vor 70 000 Zuschauern denkst Du doch sicherlich bereits über den nächsten Karriereschritt nach. Hast du schon Angebote vorliegen?

Daniel Danger: Na klar! Nach dem Spiel kam Jürgen Klopp zu mir, der die BVB-Allstars gecoacht hatte. Der war beeindruckt von meiner Leistung und will mich nach Liverpool holen. Ich muss nur noch den Medizincheck absolvieren…

Stand: 10.09.2018, 13:09