Viele Spenden zum Auftakt der WDR Charity-Aktion

Brings

Viele Spenden zum Auftakt der WDR Charity-Aktion

Rund 2.668.000 Euro Spenden (Stand: 1. Dezember) hat der WDR für Kinder in den Flutgebieten seit Freitag, dem 26. November, schon gesammelt - mit vereinten Kräften aus Hörfunk, Fernsehen und Online. Die Aktion "Der Westen hält zusammen – Wir helfen Kindern nach der Flut" läuft noch bis zum 22. Dezember.

Bereits seit Freitagmorgen (26. November) hatten die Hörfunkwellen WDR 2, WDR 3 und WDR 4 mit Musikwunsch-Aktionen und Live-Reportagen zum Spenden aufgerufen – allein dadurch kamen bereits bis Freitagnachmittag mehrere hunderttausend Euro für die Kinder in den Flutgebieten zusammen. Bei WDR 2 startete um acht Uhr der 16-stündige Musikwunsch-Marathon mit dem Song "You'll never walk alone” von Gerry & The Pacemakers. On Air kamen dabei auch die Hörer:innen bzw. Spender:innen zu Wort. Eine Grundschullehrerin erzählte, dass auf Vorschlag ihrer Schulkinder der gesamte Erlös des alljährlichen Schul-Spenden-Laufes in Höhe 1.000 Euro an die WDR Chartiy-Aktion gehen soll. Abends begrüßten Sabine Heinrich und Sven Lorig die Fernsehzuschauer:innen zur Live-Sendung "Der Westen hält zusammen – Wir helfen Kindern nach der Flut" aus der historischen Altstadt in Bad Münstereifel. Unterstützt wurden sie unter anderem von "Brings", die einen besonders gefühlvollen Auftritt präsentierten.

"Auch mal gemeinsam lachen!"

Peter Brings hatte sich zuvor noch nicht nach Bad Münstereifel getraut. "Ich dachte echt, das verträgt mein kleines Herz nicht! Aber weil das hier unser Zuhause ist, die Menschen hier unsere Sprache sprechen und das Teil unserer DNA ist", sagten "Brings" sofort ihre Teilnahme an der WDR-Charity-Aktion zu. Wie auch die Bläck Föös, Patricia Kelly, der Psychotherapeut und Theologe Manfred Lütz und die Kabarettistinnen Eva Eiselt und Babara Ruscher. "Hut ab, was Sie hier aushalten, meine Gedanken sind bei Ihnen", rief Barbara Ruscher. "Aber der WDR hat mich engagiert, damit wir auch mal gemeinsam lachen". Ein Angebot, das von den Open-Air-Zuschauer:innen gerne angenommen wurde.

Hilfe für die Helfer

Heinrich und Lorig

Sabine Heinrich und Sven Lorig moderierten die Live-Sendung "Der Westen hält zusammen".

In der weihnachtlich dekorierten Aula des St- Michael Gymnasium berichteten im Verlauf der Sendung Menschen aus der betroffenen Region von ihren traumatischen Erlebnissen - und nutzten die Möglichkeit, sich bei ihren Rettern zu bedanken. So schilderte Familie Bechthold, wie sie von zwei Notfallsanitätern der Johanniter-Unfall-Hilfe mit einem Helikopter vom Dach ihres Hauses gerettet wurde. Baby Mattheo musste dabei ganz allein im Maxi-Cosi an die Seilwinde des Helikopters gehängt werden.

Teilweise riskierten die Hilfskräfte bei den Rettungsaktionen auch ihr eigenes Leben. Wie zwei Retter der DLRG Euskirchen, deren Boot in einem reißenden Bach in Schweinheim kenterte. Damit sie ein neues Rettungsboot kaufen konnten, erhielten sie am Abend einen Scheck von Manuela Roßbach, der geschäftsführenden Vorständin der "Aktion Deutschland Hilft".

Spenden für Kinder- und Jugendprojekte

Zu den Kinder- und Jugendprojekten, die mit den Geldern der WDR-Charity-Aktion unterstützt werde, gehört unter anderem ein Hebammen-Mobil, das ab Dezember von der Flut betroffene Orte in NRW und an der Ahr anfährt. Der Verein "Stark für Kinder e.V." unterstützt als Langzeitprojekt viele Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser. Das Trauma-Zentrum in der Nordeifel ist ein Ort, in dem sich Kinder untereinander über ihre Erlebnisse vor und nach der Flut austauschen können.

Der Westen hält zusammen

Die WDR-Aktion läuft noch bis zum 22. Dezember.

Bis kurz vor Weihnachten werden für diese und andere Projekte weiter Spenden gesammelt. Bei WDR 3 und WDR 4 dürfen sich Spender:innen noch bis zum 22. Dezember ihre Lieblingsmusik wünschen. Beim großen Musikwunsch-Finale bei WDR 4 am 22. Dezember laufen dabei von 06:00 bis 21:00 Uhr ausschließlich die Wunschtitel. WDR 5 wird unter anderem in einer Live-Reportage bei "Neugier genügt" über ein konkretes Projekt berichten und COSMO stellt in den nächsten Wochen verschiedene Projekte vor, die Betroffene mit Migrationshintergrund unterstützen. Auch die WDR-Lokalzeit wird in den nächsten Wochen über die Spendenprojekte und die Schicksale von Kindern in den Flutgebieten berichten.

Stand: 01.12.2021, 12:00