Tarifstrukturen

Tarifstrukturen

Hier finden Sie eine Übersicht über die Tarifverträge des WDR:

Allgemeine Hinweise

Der WDR verfügt - wie die anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auch - über eigene Haustarifverträge, die sich inhaltlich an den jeweiligen Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst der Länder orientieren. Wichtige Tarifverträge für die fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (einschließlich der Orchester- und Chormitglieder) sind die WDR-Manteltarifverträge und die WDR-Vergütungstarifverträge. Darüber hinaus gibt es im WDR auch Tarifverträge für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Verhandlungspartner des WDR sind vier Gewerkschaften:
-    Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
-    Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
-    Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden (VRFF)
-    Deutsche Orchestervereinigung (DOV)
Die Gewerkschaften ver.di, DJV und DOV führen die Tarifverhandlungen mit dem WDR als Tarifgemeinschaft. Die Verhandlungsführung für den WDR obliegt der Verwaltungsdirektorin.

Tarifverträge für die fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

In den WDR-Manteltarifverträgen für die Festangestellten und die Orchester- und Chormitglieder sind die grundlegenden Arbeitsbedingungen für die Tarifbeschäftigten geregelt. Hierzu gehören zum Beispiel die Bereiche Arbeitszeit, Eingruppierung, Höhergruppierung, Vergütung, Urlaub, Krankenbezüge und Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Zusammen mit den Bestimmungen des Arbeitsvertrages legen die Manteltarifverträge die im Rahmen des Arbeitsverhältnisses mit dem WDR bestehenden Rechte und Pflichten der einzelnen Beschäftigten verbindlich fest.

Die jeweils im Arbeitsvertrag vereinbarte Vergütung basiert auf den WDR-Vergütungstarifen. Es werden darin die tariflichen Berufslaufbahnen in 15 Tarifgruppen beschrieben. Die Tarifgruppen verfügen in der Regel über 4 – 9 Tarifstufen, die im Rhythmus von zwei Jahren bis zur Endstufe angehoben werden. Die Vergütungstarifverträge haben in der Regel eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren. Für die Orchester- und Chormitglieder des WDR gelten spezielle Tarifgruppen, die dort Positionsgruppen genannt werden. Ihnen sind Vergütungen zugeordnet, deren Höhe zwischen den einzelnen Klangkörpern variiert und von der jeweiligen Funktion innerhalb des Klangkörpers abhängt.

Tarifverträge für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Neben den Tarifwerken für fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es im WDR auch Tarifverträge für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Tarifvertrag über den Sozial- und Bestandsschutz sind die tarifvertraglichen Sozialleistungen und die Ansprüche im Fall der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen für die arbeitnehmerähnlichen Personen des WDR geregelt.

Der Tarifvertrag für auf Produktionsdauer Beschäftigte und der Tarifvertrag über die Urheberrechte der arbeitnehmerähnlichen Personen des WDR regeln die konkreten Bedingungen einzelner Beschäftigungen bzw. Beauftragungen in freier Mitarbeit.

Mit dem Tarifvertrag über die Mindestvergütungen der arbeitnehmerähnlichen Personen und der auf Produktionsdauer Beschäftigten werden die Mindestvergütungen tarifvertraglich festgelegt. Wie bei den Vergütungstarifverträgen für die fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelten die Mindestvergütungen in der Regel für eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren.

Tarifverträge Altersversorgung

Der WDR verfügt über verschiedene Altersversorgungsregelungen. Diese Versorgungszusagen sind als arbeitgeberfinanzierte Direktzusage ausgestaltet. Sie umfassen Leistungen der Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung.

Zum einen besteht eine sogenannte Gesamtversorgungszusage (TV-VZ 2005) für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vor dem 1. Januar 1994 in den WDR eingetreten sind. Diese Versorgungsregelung ist geschlossen.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach dem 1. Januar 1994 unbefristet angestellt worden sind gilt der Versorgungstarifvertrag (VTV). Diese Regelung wurde zum 31. Dezember 2016 gekündigt und gilt für danach eintretende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr. Über eine Nachfolgeregelung finden derzeit Tarifverhandlungen statt.

Es bestehen weiterhin tarifvertragliche Regelungen für die arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersversorgung. Auf Basis des Tarifvertrages Höherversorgung, Entgeltumwandlung, Direktversicherung wird den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit eingeräumt, zusätzliche Altersvorsorge zu betreiben.

Sonstige Tarifverträge

Darüber hinaus hat der WDR mit den Gewerkschaften spezielle Tarifverträge zu einzelnen tariflichen Themenfeldern abgeschlossen. Hierzu gehören zum Beispiel Regelungen für Auszubildende, Rationalisierungsschutz, betriebliche Sozialleistungen und Telearbeit.

Außer- und übertarifliche Vereinbarungen im WDR

Neben den tarifgebundenen Mitarbeitenden beschäftigt der WDR Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit außer- bzw. übertariflichen Bezügen (zurzeit ca. 40). Bei diesen sogenannten „AT-/ÜT-Beschäftigten“ handelt es sich um die herausgehobenen Führungskräfte des WDR, deren Bezüge oberhalb der höchsten Vergütungsgruppe der Tarifbeschäftigten liegen.

Außertarifliche Verträge sollen gemäß der WDR-Satzung (§ 31 Ziffer 2) befristet und nicht länger als für fünf Jahre abgeschlossen werden.

Ansonsten werden die Vertragsregelungen für die außertariflich Beschäftigten an die Regelungen für Tarifangestellte angelehnt (z.B. bezogen auf die Regelungen zur Altersversorgung).

Die Gehälter der Geschäftsleitung werden namentlich im jährlichen Geschäftsbericht veröffentlicht.

Stand: 05.10.2016, 17:32