Valerie Weber

Hörfunkdirektion

Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur

Valerie Weber

Valerie Weber wurde im Mai 2014 zur Hörfunkdirektorin des WDR ernannt und ist seit dem crossmedialen Umbau der Programmdirektionen im Jahr 2019 Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur. Sie wurde am 30. Oktober 2018 auf Vorschlag von WDR Intendant Tom Buhrow vom WDR Rundfunkrat für fünf weitere Jahre wiedergewählt. Ihre zweite Amtszeit geht vom 1. Mai 2019 bis 30. April 2024.

Als Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur verantwortet sie neben den sechs Hörfunkwellen, dem Sinfonieorchester, der Big Band, dem Funkhausorchester und dem Chor des WDR zusätzlich die Hörfunk-, TV- und Online-Berichterstattung der elf WDR-Regionalstudios und der Fachredaktion Landespolitik sowie der Ressorts Wissen, Wirtschaft und Kultur. Ihre Schwerpunkte sind der nutzerorientierte Ausbau der Programme, die Etablierung digitaler Formate und spezieller musikpädagogischer Orchester-Angebote für ein junges Publikum. Mit multimedialen Konzepten wie den "WDR Kurvenklängen" oder partizipativen Formaten wie  "Der beste Chor im Westen" beteiligte sie die WDR Klangkörper an populären Publikums- und Fernsehformaten. 

Seit dem 1. Januar 2020 ist Valerie Weber Vorsitzende der Audio-Programm-Konferenz der ARD. Das Gremium koordiniert die Radio- und non linearen Audio-Angebote aller ARD Sender und entwickelt diese weiter. Des Weiteren ist sie u.a. verantwortlich für die Digitalaktivitäten der ARD beim Partnermanagement Audio & Voice, das Teil des ARD-Distributionsboards ist und die Kontakte und digitalen Standards im Umgang mit Drittplattformen regelt. Seit 2018 ist sie außerdem Mitglied der ARD-Arbeitsgruppe Public Value.

Geboren 1965 in München studierte Valerie Weber nach dem Abitur Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Erlangen. Sie schloss ihr Studium 1988 mit einer Magisterarbeit zum Thema "Kulturprogramme unter dem Druck der Einschaltquoten – Chancen eines differenzierten Programmangebotes" ab.

Ihre journalistische Laufbahn begann Weber mit einem Volontariat bei Radio Downtown in Erlangen. Von 1988 bis 1990 arbeitete sie als Moderatorin bei Rock-Radio N1 in Nürnberg. Es folgte ein Jahr als Reporterin, Nachrichten-Redakteurin und Moderatorin beim Schlager- und Oldieprogramm Radio Franken. 1991 wurde sie Programm- und Redaktionsleiterin bei der Städte-Radio Produktionsgesellschaft in Stuttgart. Ab 1995 baute sie in Rostock das zweite landesweite Radio-Programm für Mecklenburg-Vorpommern, Ostseewelle, als Programmdirektorin auf. 1998 wechselte Valerie Weber in gleicher Funktion zu Hit-Radio Antenne 1 in Stuttgart. 2004 wurde sie zur Programmdirektorin von Antenne Bayern berufen. Zwei Jahre später wurde sie Geschäftsführerin von Antenne Bayern und Rock Antenne.

Valerie Weber bekam 1993 von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) den Medienpreis "Politik" verliehen. 2005 erhielt sie den erstmals ausgelobten German Radio Award als "Beste Programmdirektorin".

Sie war von 2009 bis 2015 Jury-Mitglied für die Vergabe des Axel-Springer-Preises in der Kategorie Hörfunk. Valerie Weber vertritt den WDR als Mitglied im Beirat des Deutschen Radiopreises sowie in den Aufsichtsräten von KölnMusik – der Betriebs- und Servicegesellschaft der Kölner Philharmonie – und des Festivals "Acht Brücken" für zeitgenössische Musik.

Gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat, dem Gürzenich-Orchester Köln und der Kölner Philharmonie schreibt sie seit  2018 den Deutschen Dirigentenpreis aus. Dies ist ein internationaler Wettbewerb für Konzert und Operndirigat und dient der Nachwuchsförderung für Dirigenten aller Nationen.