Erster regionaler Wettbewerb in Duisburg

Erster regionaler Wettbewerb in Duisburg

Von Anne Leudts

Die Kraftzentrale im Landschaftspark Duisburg-Nord ist die großartige Kulisse für den ersten Teil des Chorwettbewerbs 2018. Zehn Chöre dürfen hier auf die stimmungsvolle Bühne und zeigen, was sie können. Tausend Besucher sind gekommen, um dabei zu sein, wenn die ersten fünf Kandidaten gesucht werden fürs Halbfinale bei "Der beste Chor im Westen 2018".

Es sind viele unterschiedliche Chöre gekommen: Showchöre und Schulchöre, Gospelchöre und Studentenchöre, Jazzchöre und kirchliche Chöre. Alle haben in den letzten Monaten geübt, was das Zeug hält, um ihr Können abzurufen. Und dann geht's auch schon los.

Als erstes müssen die Münsteraner Studenten rauf auf die Bühne. Der Unity-Chor der Evangelischen Studierendengemeinde ist der größte Chor des Abends. Die über 80 jungen Menschen singen „Seasons of Love“ aus dem Musical „Rent“. Kein leichtes Stück, das sie sich ausgesucht haben. Die Jury um Giovanni Zarrella, Sänger und Entertainer, um Natalie Horler, Frontfrau von Cascada, um Jane Comerford, Hochschuldozentin für Gesang und Leadsängerin von Texas Lightning und um Rolf Schmitz-Malburg vom WDR Rundfunkchor ist total begeistert, dass es endlich los geht. Die vier wissen, worauf sie achten müssen. Und dem Unity-Chor bescheinigt Natalie Horler: Das war wie ein Sommertag im November. Tolle Energie, die da rüber kam.

Die „musical kids“ aus Duisburg Rheinhausen haben quasi Heimspiel. Sie singen „Joyful, Joyful“ aus „Sister Act 2“ und bringen es mit genauso viel Freude und Spaß auf die Bühne, wie es das Stück verlangt. Großartig, wie die Älteren die Jüngeren so mitziehen, meint Giovanni Zarrella.

Die „silk-o-phonics“ aus Krefeld sind die dritten, die auf die Bühne müssen. Mit „September“ von „Earth, Wind and Fire“ wollen sie die Jury überzeugen. Und die ist auch gleich begeistert. Großartig gemacht, so die einhellige Meinung!

Die Chöre im ersten Vorentscheid

Zehn Chöre rocken die Bühne in der Kraftzentrale im Landschaftspark Duisburg-Nord und begeistern das Publikum.

Der Unity Chor der ESG Münster auf der Bühne.

Der Unity-Chor der ESG Münster.

Der Unity-Chor der ESG Münster.

Die musical kids Rheinhausen aus Duisburg.

Die silk-O-phonics aus Krefeld.

Der Trallafitti Showchor aus Dortmund.

Das vocal ensemble credo aus Bottrop.

Mseventyfive aus Moitzfeld.

Die Erben aus Köln.

Die Vayrocana Gospelgroup.

VoiceOver aus Dormagen.

Die Soulville Jazz Singers aus Düsseldorf.

Dann wird’s ruhiger auf der Bühne – aber nur zahlenmäßig. Das Ensemble „Trallafitti“ ist die Bühne gewohnt und fühlt sich dort pudelwohl. Die neun Damen präsentieren „Waldemar“ - ein deutsches Lied aus den 1940er Jahren – sehr witzig interpretiert von „Trallafitti“. Das habt ihr super über die Rampe gebracht, so Rolf Schmitz-Malburg.

Aus Bottrop ist das „vocal ensemble credo“ angereist. Gospel ist ihre große Leidenschaft und das zeigen sie auch mit dem Song „Giants“ von Donald Lawrence. Neben Lob, gab es ein paar Kritikpunkte, was die Aussprache angeht, und auch der Rhythmus war wohl etwas wackelig, so die Jury.

Der Freundschaftschor „Mseventyfive“ aus Bergisch-Gladbach bringt „I'll be there for you“ auf die Bühne. Die Jury war sich nicht ganz einig: einige fanden die Performance toll, Giovanni riet, daran zu arbeiten. Er empfand es als etwas verkrampft.

Dann wird es wieder voll auf der Bühne: „Die Erben“ aus Köln – ebenfalls ein Studentenchor, der aber auch viele „Ehemalige“ in seinen Reihen hat- singen ein deutsches Lied und reißen die Zuschauer gleich mit. „Keine halben Sachen“ von Roger Cicero – mit einem guten Schuss Selbstironie schaffen es vor allem die vielen jungen Männer auf der Bühne, der Jury tolle Bewertungen abzutrotzen: Toller Groove, super Männerstimmen. "Wir können gar nicht ruhig sitzen bleiben" – so ihr Urteil.

Und wieder kommt ein kleinerer Chor auf die Bühne. „Vayrocana Gospelgroup“ aus Krefeld. Das Ensemble glänzt nicht nur durch viel Gold bei den Kostümen, auch ihr Stück „I will follow him“ überzeugt einen Teil der Jury völlig. Giovanni ist sehr berührt. Rolf findet sie sehr homogen und lobt ihre positive Ausstrahlung.

Aber dann kommen schon wieder Youngster auf die Bühne. „Voice Over“ aus Dormagen mit „Sway“ von Kirby Shaw. Die Jugendlichen machen es wirklich super, tolle Stimmen wie ihnen die Jury bescheinigt. Ein bisschen mehr Hüftschwung und Leidenschaft wünscht sich allerdings Natalie.

Und zum spannenden Schluss des Abends müssen noch die Düsseldorfer ran, die „Soulville Jazz Singers“. Sie haben sich „Birdland“ ausgesucht. Für Natalie ein Genuss, Jane lobt ebenfalls die super Ausstrahlung und Giovanni fühlt sich auch berührt.

Marco Schreyl, Giovanni Zarrella, Marwa Eldessouky, Natalie Horler, Jane Comerford und Rolf Schmitz-Malburg auf der Bühne.

Vertrautes Team: Marco Schreyl, Giovanni Zarrella, Marwa Eldessouky, Natalie Horler, Jane Comerford und Rolf Schmitz-Malburg.

Dann ist die Jury dran und muss leider entscheiden. Denn nur fünf können ins Halbfinale am 7. Dezember in Köln einziehen. Das wird eine schwere Entscheidung.

Wie es ausgeht ist zu sehen am 23. November um 20.15 Uhr im WDR Fernsehen. Oder in der Mediathek ab dem 23. November.

Stand: 18.11.2018, 13:23