Stelter-Kritikerin zum Düsseldorfer Karneval eingeladen

Eine Zuschauerin stürmt die Bühne im Gürzenich, um sich bei Bernd Stelter über einen Witz zu beschweren

Stelter-Kritikerin zum Düsseldorfer Karneval eingeladen

  • Stelter-Kritikerin erhält Einladung aus Düsseldorf
  • viele negative Kommentare nach Bühnenprotest
  • #steltergate erzeugt enormes Echo in sozialen Medien

Sie hatte mit ihrem Protest gegen Doppelnamen-Witze für einen Eklat im Kölner Karneval gesorgt: Die Steuerberaterin Gabriele Möller-Hasenbeck hat jetzt Einladungen aus der Karnevalshochburg Düsseldorf erhalten.

Fremde Menschen hätten sie übers Internet eingeladen, sagte Möller-Hasenbeck am Mittwoch (27.02.2019) der Nachrichtenagentur dpa. Ähnlich äußerte sie sich zuvor schon in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Ich habe Zuspruch aus Düsseldorf bekommen, die haben gesagt, ich dürfte gern im nächsten Jahr zu ihnen kommen. Aber das hat vielleicht eher was mit Köln und Düsseldorf zu tun."

Auf die Frage, ob die Frau aus Weimar in Düsseldorf besser zum Feiern aufgehoben wäre, reagierte das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) ungewohnt diplomatisch bis humorlos: Schließlich sei Bernd Stelter, um dessen Auftritt es geht, in Düsseldorf mit derselben Show aufgetreten sei, sagte ein Sprecher am Donnerstag (28.02.2019) dem WDR. Für das CC stehe fest, dass man in Düsseldorf und Köln gleich gut feiern könne.

Möller-Hasenbeck hatte nach eigenen Angaben neben positiven Kommentaren auch viele negative Nachrichten bekommen. "Bleiben sie in Weimar und kommen sie nie wieder nach Köln" oder "Lass dich in Köln nicht mehr blicken", hätten Unbekannte ihr geschrieben, berichtete Möller-Hasenbeck der dpa.

Bei einer Karnevalssitzung im Kölner Gürzenich war sie auf die Bühne gestürmt, als Stelter im Zusammenhang mit der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer über Doppelnamen lästerte. "Männernamen sind immer toll - und Frauennamen sind immer scheiße. Und Doppelnamen sind Doppelscheiße", hatte sie dessen Witze kommentiert. Der Vorfall hatte in den vergangenen Tagen in sozialen Netzwerken ein enormes Echo unter dem Hashtag #steltergate.

Stand: 28.02.2019, 11:26