Besonderer Schutz für Frauen und Mädchen im Karneval

Edelgardmobil

Besonderer Schutz für Frauen und Mädchen im Karneval

Von Friederike Müllender

  • Das Edelgardmobil hilft in Köln
  • Bonn setzt auf spezielle Flyer
  • In Düsseldorf gibt es eine Notfallsprechstunde

Schon zum dritten Mal ist das "Edelgardmobil" in Köln im Einsatz. Ausgebildete Beraterinnen sind dort noch bis Rosenmontag Ansprechpartnerinnen für Frauen und Mädchen in Not.

Jede kann jederzeit zu uns kommen, ein ‚nur‘ begrabscht gibt es für uns nicht. Jeder Mensch entscheidet selbst, welche Grenzen er hat und wenn die überschritten wurden, sind wir da“, so Beraterin Anke Zyllmann. In diesem Jahr steht das „Edelgardmobil“ kurz vorm Eingang zur Zülpicher Straße, dem Hotspot vor allem für junge Jecken.

Die Beraterinnen sind gut vernetzt

Das umgebaute Mobil bietet außerdem einen kleinen Rückzugsraum, fernab vom lauten Krach und neugierigen Blicken. Hier können in aller Ruhe Gespräche geführt werden, ein Taxi gerufen oder eine Bezugsperson angerufen, die zur Unterstützung kommen soll.

Sollte es sogar zu einer Vergewaltigung gekommen, wissen die Beraterinnen was zu tun ist, sie sind gut vernetzt mit Ordnungsamt, Polizei und Krankenhäusern.

"Luisa ist hier"

Düsseldorf setzt zur Karneval auf die bundesweite Kampagne „Luisa ist hier“. Das ist ein Codewort in Kneipen, Gaststätten, Bars und Discotheken: Wenn Frauen an den Theken nach Luisa fragen, wird damit das Personal alarmiert.

In Lokalen mit einem entsprechenden Aufkleber sind die Mitarbeiter geschult und helfen der betroffenen Frau unauffällig und schnell aus der Situation. Zusätzlich bietet die Frauenberatungsstelle Düsseldorf über die Karnevalstage eine Notfallsprechstunde an.

Frauenberatungsstelle Düsseldorf: Donnerstag bis Dienstag jeweils von 12-14 Uhr: 0211-686854

„Nein heißt Nein“

Mit speziellen Info-Flyern wollen Ordnungsamt und Stadt Bonn auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung und Übergriffe setzen. „Wir nehmen das Thema ernst, und unsere sichtbare Haltung soll Betroffene ermutigen, sich zu wehren und nicht zu schweigen, wenn doch etwas passieren sollte“, so Oberbürgermeister Ashok Sridharan.

Die Klappkarte im Visitenkartenformat fasst die Kampagne kurz zusammen, das Motto „Nein heißt Nein“ ist dabei in sechs Sprachen aufgedruckt, sowie Tipps, wie man sich im Notfall verhalten sollte.

Stand: 28.02.2019, 15:26