Nubbelverbrennung und Hoppeditz-Beerdigung

Kostümierte Menschen stehen um ein Feuer in der Kölner Altstadt herum

Nubbelverbrennung und Hoppeditz-Beerdigung

  • Kölner und Düsseldorfer Jecken beenden Session
  • Nubbel verbrannt und Hoppeditz begraben
  • Fastenzeit beginnt

Tschüss, Karneval und bis zum nächsten Jahr: Am heutigen Aschermittwoch (06.03.2019) endet die jecke Zeit im Rheinland. Doch vorher kamen die Karnevalisten ein letztes Mal zum Abschluss der Session zusammen.

Nubbelverbrennung in Köln

In Köln haben die Jecken die Karnevalssession in der Nacht zu Aschermittwoch mit der sogenannten "Nubbelverbrennung" beendet. Dabei wurde eine Strohpuppe verbrannt - und mit ihr alle Sünden, die in der Karnevalszeit begangen worden sind. Anschließend haben die Karnevalisten natürlich noch bis zum Morgengrauen gefeiert.

Es gibt aber nicht den "einen Nubbel": In allen Teilen von Köln fanden Nubbelverbrennungen statt, zum Beispiel gleich mehrere in Alt- und Neustadt. Oft geht dem Spektakel ein Fackelzug voraus. Verbrannt wird die Strohpuppe meist vor einer Kneipe oder Bar, in der sie seit Beginn der Karnevalssession gehangen und den Karneval symbolisiert hatte.

Hoppeditz-Beerdigung in Düsseldorf

Hoppeditz Begräbnis

Der Hoppeditz wird zu Grabe getragen

Was in Köln der Nubbel ist, ist für Düsseldorf der Hoppeditz: Traditionell wird die Figur am Aschermittwochs am Stadtmuseum zu Grabe getragen. Zahlreiche Karnevalsgesellschaften verbinden diesen Brauch jedes Jahr mit einem Fischessen, kurz vor dem Beginn der Fastenzeit.

Pünktlich um 11.11 Uhr verabschiedeten sich die Jecken feierlich vom Hoppeditz. Die Puppe, die meist bunte Narrenkleidung trägt, wird - wie der Kölner Nubbel - verbrannt und ihre Asche symbolisch zu Grabe getragen. Am 11. November 2020 wird er dann wieder pünktlich zum Karnevalsauftakt auferstehen - in Fleisch und Blut, aus einem überdimensionalen Senftopf.

Stand: 06.03.2019, 11:30