So schön - Schull- un Veedelszöch in Köln

So schön - Schull- un Veedelszöch in Köln

Das Markenzeichen der Schull- un Veedelszöch in Köln sind die bunten, ausgefallenen Kostüme und Wagen. Wer hier am Tulpensonntag dabei war, hat vorher viele Stunden genäht, gemalt und gebastelt.

Drei Mädchen in Kostümen

Die Kölner Schull- un Veedelszöch zählen zu den ursprünglichsten Karnevalsumzügen im Rheinland. Einst machten sich Gesellen aus Handwerksbetrieben über ihren mühseligen Alltag lustig. Heute sind es Schulen und Vereine, die in bunten Kostümen mit einem Augenzwingern ihr "schweres" Leben zeigen.

Die Kölner Schull- un Veedelszöch zählen zu den ursprünglichsten Karnevalsumzügen im Rheinland. Einst machten sich Gesellen aus Handwerksbetrieben über ihren mühseligen Alltag lustig. Heute sind es Schulen und Vereine, die in bunten Kostümen mit einem Augenzwingern ihr "schweres" Leben zeigen.

Beim Aufstellen in der Kölner Südstadt hieß es am frühen Sonntagmorgen (11.02.2018) zunächst: Kostüme und Wagen vor dem Regen schützen.

Doch dannn meinte der "Herrjott" es wieder gut mit den Kölnern und zum Start konnte der Regenschutz wieder in den Taschen verschwinden.

Schließlich kommen die aufwendig gebastelte Kostüme ohne Plastikhülle viel besser zur Geltung.

Und die Schminke hält auch länger ohne Regen von oben.

Dieses Jahr sind mehr als 8.000 Teilnehmer dabei.

Mehr als sieben Kilometer legen die Teilnehmer durch die Kölner Innenstadt zurück - ganz schön anstrengend.

Im ersten Teil des Zuges gehen 50 Schulen aus Köln mit. Schüler, Lehrer und Eltern haben schon Monate vorher Kostüme entworfen und gebastelt.

Neben dem Spaß thematisieren viele Schulen auch die - reichlich vorhandenen - Mängel im Kölner Bildungssystem.

Sind die Schulen fit füt die Digitalisierung? Oft fehlt schlicht die Ausstattung.

Die Stimmung ist trotz Kälte wieder gut. 480 Musiker aus den Schulen laden mit ihrer Musik zum Tanzen und Schunkeln ein.

Tausende Jecke begrüßen am Straßenrand mit lauten "Alaaf"-Rufen ihre Kinder, Freunde oder Verwandte. Bei den Schull- un Veedelszöch kennen die meisten jemanden, - oder zumindest jemanden, der jemanden kennt, - der beim Zoch mitläuft.

Auch wenn nicht jeder erkennt, wer eigentlich unter dem Kostüm steckt.

Zwar fliegen bei den Schull- un Veedelszöch weniger Kamelle als am Rosenmontag. Aber die "Pänz" sind vorbereitet und die Beutel werden sicher nicht leer nach Hause getragen.

Nach den Schulen kommen die Vereine, Stammtische und Gemeinschaften der "Veedel", der Kölner Stadtviertel.

Bei den 49 Gruppen sind viele traditionelle Vereine wie die Kölner Fahnenschwenker und das Hänneschen-Theater dabei.

Der Lappenclown, zusammengesetzt aus unzähligen Stoffresten, ist immer ein beliebtes Kostüm in der Domstadt.

Dieser Stammtisch feiert im Veedelszoech eine "Beach Party op Kölsch" und zieht blank!

Auch die Vereine weisen kritisch auf Mängel in der Stadt hin - wie zum Beispiel die maroden Brücken in Köln. Eine mögliche Lösung: Ein Lufttaxi mit dem man künftig den Rhein überquert.

Diese beiden außerirdischen Schönheiten erwägen angesichts der hohen Mieten in der Domstadt eine Wohngemeinschaft im All.

Dank viel aufgepumpter Luft bleiben diese Tanzmariechen ohne Mühe immer oben.

Als hätten diese Teilnehmer geahnt, dass die Sonne sich am Tulpensonntag 2018 nicht zeigen wird:

Sie haben dank ihrer Stoffauswahl dafür gesorgt, dass sie ausreichend leuchten.

Vielleicht ein wenig lästig an Land, aber ein eigenes Boot ist nie verkehrt im Dorf am Rhein.

Diese alte Dame lebt wohl schon sehr lange in Köln.

1.200 Polizisten sorgen für die Sicherheit der Besucher und Zugteilnehmer.

Stand: 11.02.2018, 15:50 Uhr