Bunter, fröhlicher Start in den Straßenkarneval

Bunter, fröhlicher Start in den Straßenkarneval

Von Susanne Schnabel

  • Um 11 Uhr 11 hat am Donnerstag der Straßenkarneval begonnen
  • Tausende Polizisten sorgen für Sicherheit
  • Strahlender Sonnenschein für die Narren

Ob man es nun Weiberfastnacht, Altweiber oder Wieverfastelovend nennt: Am Donnerstag (08.02.2018) um 11 Uhr 11 hat der Straßenkarneval im ganzen Land begonnen. Kostümierte "jecke Wiever" stürmten Büros und Amtsstuben, um Krawattenträgern mit der Schere zu Leibe zu rücken und die Macht zu übernehmen.

Für die Sicherheit beim Straßenkarneval sollte ein massives Polizeiaufgebot im Land sorgen. Kölner, Düsseldorfer, Bonner und Aachener Polizeisprecher meldeten bis zum Nachmittag ein ausgesprochen friedliches Fest mit nur sehr wenigen Rangeleien.

Die Kölner "danze us der Reih"

Unter dem Motto "Mer Kölsche danze us der Reih" feierten die Kölner Narren. In der Altstadt gab bei der traditionellen Open-Air-Party am Alter Markt um 11 Uhr 11 den offiziellen Countdown zum Beginn des Straßenkarnevals 2018. Im Bühnenprogramm traten neben den großen Kölner Bands auch das Dreigestirn und die Tanzcorps der traditionellen Karnevalsvereine auf.

Möhnen erobern Düsseldorfer Rathaus

Jecke in Düsseldorf

Die Düsseldorfer feiern nach dem Motto "Jeck erst recht"

Um 11 Uhr 11 stürmten die Möhnen in Düsseldorf das Rathaus. Die Stadt ist jetzt wieder fest in der Hand der Wiever. Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte noch spaßeshalber versucht, das Unvermeidliche zu verhindern und gab sich widerspenstig. Doch die Weiber kannten keine Gnade.

Danach war die ganze Stadt auf den Beinen und feierte nach dem Motto "Jeck erst recht". Bei dem großen Bühnenprogramm spielten bis in den Nachmittag die beliebtesten Bands der jecken Düsseldorfer Musikszene.

Im ganzen Land: Weiber an der Macht

In Bonn hat Wäscherprinzessin Franzi I. unter dem Motto "Jeck parat op Beueler Aat!" im Beueler Rathaus die Macht übernommen.

Wer in Aachen mit "vööl Alaaf" in die heiße Phase der Session durchstarten wollte, hatte die Qual der Wahl: In vielen Stadtvierteln wurde gefeiert. In Billerbeck schlängelte sich am Morgen der große Karnevalsumzug mit zahlreichen Wagen und Fußgruppen durch die Straßen, die von Tausenden Narren gesäumt wurden. Und auch das Revier feiert: Von Bochum bis Voerde gibt es noch bis Aschermittwoch viele Partys und Open-Air-Veranstaltungen.

Großaufgebot der Polizei und Lkw-Fahrverbote

Polizisten am Karnevalszug

Viele Beamte sind im Einsatz

In den Hochburgen sorgten tausende Polizisten für Sicherheit. Zudem gelten wieder Lastwagen-Fahrverbote, um Terroranschläge zu verhindern, bei denen LKW als Waffen genutzt werden. Die Behörden bitten außerdem die Feiernden, auf Waffenattrappen zu verzichten, um den Sicherheits-Beamten die Arbeit nicht unnötig schwer zu machen.

Mehr Toiletten, weniger Müll

Die Städte wollen Müll, Windpinkler und aggressive Betrunkene in den Griff bekommen. Die unangenehmen Auswüchse im Karneval waren nach der Sessionseröffnung am Elften Elften vor allem in Köln viel diskutiert worden. Deshalb hat die Stadt Köln nun zum Beispiel 700 zusätzliche Toiletten aufgestellt. Außerdem gibt es in vielen Städten ein Glasverbot.

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Stand: 08.02.2018, 16:53