Filme mit gleichnamigen Titelsongs

Filme mit gleichnamigen Titelsongs

Von Philip Stegers

Manche Regisseure benennen ihren Film nach einem populären Hit, andere geben lieber einen gleichnamigen Song zum Filmtitel in Auftrag – in jedem Fall stehen die Chancen bei einem eingängigen Titellied recht gut für einen Publikumserfolg.

Julia Roberts und Richard Gere

"Pretty Woman” wird nicht nur der erfolgreichste Film des Jahres 1990, sondern sorgt auch für ein posthumes Comeback von Sänger Roy Orbison. Dessen Song "Oh, Pretty Woman" ist Namensgeber für den finalen Titel des Films. Ursprünglich sollte die Liebeskomödie "3.000 Dollar" heißen.

"Pretty Woman” wird nicht nur der erfolgreichste Film des Jahres 1990, sondern sorgt auch für ein posthumes Comeback von Sänger Roy Orbison. Dessen Song "Oh, Pretty Woman" ist Namensgeber für den finalen Titel des Films. Ursprünglich sollte die Liebeskomödie "3.000 Dollar" heißen.

Wohl niemand hat so viele Titelsongs gesungen wie Elvis Presley. In seinen 31 Spielfilmen gibt es fast immer ein Lied zum gleichnamigen Filmtitel – wie etwa "Jailhouse Rock", "Love Me Tender" oder "Viva Las Vegas". Hier verschlägt es den King of Rock’n’Roll samt Gefolge gerade nach "Blue Hawaii".

Auch die Beatles setzen bei ihren fünf Filmen auf die Erfolgsformel "Titelsong = Filmtitel". In "A Hard Days Night” sind die vier Liverpooler 1964 auf der Flucht vor der völlig außer Kontrolle geratenen Beatlemania.

Die Bee Gees versuchen sich 1977 in "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band" als fahrradfahrende Ersatz-Beatles. Die drolligen Bösewichter spielen Alice Cooper und Aerosmith. Trotz eines großen Staraufgebots floppt der bizarre Film dermaßen, dass ihn bis heute kaum jemand kennt.

Mehr Glück haben die Bee Gees mit Songs für Filme, in denen sie nicht selber mitspielen. Nach dem großen Erfolg ihres Disco-Soundtracks zu "Saturday Night Fever" folgt 1983 die Fortsetzung "Staying Alive" – erneut mit einem tanzwütigen John Travolta in der Hauptrolle.

Auch in der James-Bond-Reihe gibt es fast immer zum Filmtitel einen entsprechenden Song – wie etwa "Goldfinger" von Shirley Bassey oder "Live and Let Die" von Paul McCartney. Erstmals wich man 1976 von dieser Praxis in "Der Spion, der mich liebte" ab. Der von Carly Simon gesungene Titelsong dieses Films heißt "Nobody Does It Better".

Für ihre Rolle als rachsüchtige Blondine in "Who's That Girl" gewinnt Madonna 1987 die "Goldene Himbeere" als schlechteste Schauspielerin – da hilft auch der von ihr gesungene Titelsong nicht. Mit insgesamt fünf "Goldenen Himbeeren" ist Madonna alleinige Rekordhalterin dieser bei Schauspielern eher unbeliebten Auszeichnung.

In der Filmbiografie "Walk The Line" begibt sich Joaquin Phoenix 2005 auf die Spuren von Johnny Cash. Der Film zeigt auch den legendären Auftritt des amerikanischen Country-Sängers vor den Gefängnisinsassen des Folsom State Prison.

Der Abenteuerfilm "Stand by Me" beruht auf einer Erzählung von Stephen King. Da diese aber im Original wenig stimmungsvoll "Die Leiche" heißt, wird der Film nach einem Soulklassiker von Namensvetter Ben E. King umbenannt.

Sylvester Stallone will für "Rocky III – das Auge des Tigers” ursprünglich "Another One Bites the Dust” von Queen als Titelsong verwenden. Als Queen ihm jedoch absagt, wendet er sich an die amerikanische Rockband Survivor, die ihm den passenden Titel "Eye of the Tiger" für seinen Film komponiert.

Liza Minelli verdreht als verführerische Nachtclubsängerin in "Cabaret" nicht nur den Männern den Kopf, sondern singt auch gleich den Titelsong. In dem mit acht Oscars prämierten Film spielt übrigens auch der notorische Derrick-Assistent Fritz Wepper in einer Nebenrolle mit.

Auf der Reise durch Phantásien wird Bastian Balthasar Bux in "Die unendliche Geschichte” von diversen Gefährten begleitet – und von dem Titelsong "The Neverending Story", gesungen von Kajagoogoo-Sänger Limahl.

Stand: 30.08.2018, 00:00 Uhr