Der Sound der 68er - Von Janis Joplin bis Udo Jürgens

Der Sound der 68er - Von Janis Joplin bis Udo Jürgens

Dieses 1968 war ein völlig verrücktes Jahr - und so klingt es auch: Hart wie Steppenwolf mit "Born To Be Wild", total entspannt wie Jefferson Airplane's LSD-Hymne "White Rabbit" bis hin zum herzerweichenden "What A Wonderful World" von Louis Armstrong oder dem zeitlos schönen "Für mich soll's Rote Rosen regnen" von Hildegard Knef.

Natürlich spiegeln sich die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen auch in der Musik des Jahres wieder, aber nicht unbedingt da, wo man es erwartet: 1968 bezieht z.B. Udo Jürgens in seinem Lied "Ich glaube" eindeutig Stellung gegen Krieg, Ausbeutung und Rassismus. Und auch die Beatles, die 1968 mit "Hey Jude" ihren größten Hit haben, werden politischer. Auf dem Weißen Album, dessen Songs während ihres mehrwöchigen Indientrips entstanden, singt John von der "Revolution", die allerdings soll gewaltfrei sein. Fast. Am Ende des Refrains macht er dann doch noch mal eine Einschränkung...

Das Jahr 1968 ist leider auch das Jahr der verlorenen Stars: In den USA stirbt Otis Redding bei einem Flugzeugabsturz, kurz nachdem er einen der größten Songs der Pop- und Rockgeschichte geschrieben hat: "Sittin 'on The Dock Of The Bay", und in Deutschland verunglückt das wohl größte Musiktalent, die Sängerin und Komponistin "Alexandra". Gerade erst hatte sie mit "Mein Freund, der Baum" den ersten Umwelthit überhaupt geschrieben. Wie gesagt, ein verrücktes Musikjahr: Während die Welt nach Veränderung schreit, schreit Heintje nach "Mama".

Der Sound der 68er: Das sind Hits mit Geschichte, kommentiert und begleitet von Achim Reichel, Katja Ebstein, Wolfgang Niedecken, Uschi Nerke, Hannes Jaenicke, Christine Westermann, Wilfried Schmickler, Claudia Roth und Jürgen Trittin.

Stand: 03.01.2019, 21:23