23. April 2006 - Vor 5 Jahren: Ende des "Büros für fliegende Untertassen" gemeldet

Stichtag

23. April 2006 - Vor 5 Jahren: Ende des "Büros für fliegende Untertassen" gemeldet

1991 ist ein scheinbar gutes Jahr für alle Freunde unbekannter Flugobjekte. Denn in Belgien, so macht ein Gerücht die Runde, sei ein Ufo notgelandet. Gleich drei Radarstationen der Nato hätten es auf ihrem Schirm gehabt. Aber die Aliens bleiben an Bord, schlimmer noch: Sie machen unverrichteter Dinge wieder kehrt, ohne Spuren zu hinterlassen. Nun muss Denis Plunkett erklären, warum die fremden Wesen nicht ausgestiegen und geblieben sind.Gemeinsam mit seinem Vater hat Plunkett 1953 in London das "British Flying Saucer Bureau" (BFSB) gegründet, eine Zweigstelle des "International Flying Saucer Bureau" (IFSB), damals mit 1.500 Mitgliedern weltweit eine der größten und ersten privaten UFO-Organisationen. Das BFSB verschreibt sich ganz der Erforschung der interplanetarischen Kommunikation. Aber eigentlich liegt seine Hauptaufgabe zumeist darin, Theorien zu verbreiten, warum trotz extra-terrestischem Flugverkehr eben nichts geschieht. "Eine sehr interessante Theorie ist die Goldfisch-Theorie", erläutert Plunkett einmal einem Reporter. Sie besagt, dass die Außerirdischen "nicht sehr interessiert sind an uns, wie Goldfische nicht an uns interessiert sind, und wir nicht an den Goldfischen." Aber das ist natürlich nur eine Theorie von vielen.

Über 50 Jahre wartet Plunkett auf die Ufos. Aber der Tag, an dem die 'Goldfische' aus dem Universum Kontakt aufnehmen, bleibt bis zum heutigen Tage aus. Eine "Begegnung der dritten Art" wie im Science-Fiction-Kino eines Steven Spielberg findet - zumindest offiziell - nicht statt. Am 23. April 2001, zehn Jahre nach dem vermeintlichen Vorfall über Belgien, meldet die Presse, dass das "Britische Büro für fliegende Untertassen" seine Pforten schließe. Als Grund wird der "Mangel an UFO-Meldungen" angegeben. Es sei wohl bequemer, sich Bilder der Erde vom intergalaktischen Computer auf heimischen Planeten anzuschauen, statt sich als grünes Männchen dem blauen Planeten auf Touristenwege zu nähern, habe Plunkett angegeben. Der Ufologe dementiert. Sein BFSB werde weiter forschen, die Schließung sei nur ein Gerücht. Trotzdem wird es ruhig um Plunkett. Der Luftraum über England bleibt aber dennoch gut bewacht. Bis heute gibt es allein in Großbritannien 15 bekannte UFO-Beobachtungsstationen.Stand: 23.04.06