16. Juni 1950 - Deutsch-Rocker Klaus Lage wird geboren

Klaus Lage

16. Juni 1950 - Deutsch-Rocker Klaus Lage wird geboren

Seine markante Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert: etwas rauchig, dabei sanft und immer gefühlvoll. Deswegen wird er auch der "deutsche Joe Cocker" genannt. Seine Songtexte erzählen Geschichten vom Alltag, von Arbeitslosigkeit und Beziehungsproblemen. Immer gepaart mit Melodien, die ins Ohr gehen und zum Mitsingen animieren. Die Rede ist von Klaus Lage.

Klaus Lage, Sänger (Geburtstag 16.06.1950)

WDR 2 Stichtag 16.06.2020 04:17 Min. Verfügbar bis 14.06.2030 WDR 2


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Der Musiker wird am 16. Juni 1950 in Soltau geboren, den größten Teil seiner Kindheit verbringt er in Düsseldorf. "Da hatte ich eine wichtige Zeit: Einschulung, Gymnasium, erster Fußballverein", erinnert er sich. Später zieht seine Familie zurück nach Soltau. Für Lage "ein kleiner Kulturschock".

Seine Ausbildung zum Großhandelskaufmann bricht er ab. Stattdessen zieht er als 20-Jähriger nach Berlin und arbeitet als Erzieher und Sozialarbeiter in einem Kinderheim.

Es hat "Zoom" gemacht

Mit der Band "Berliner Rockensemble" sammelt Lage in den 1970er Jahren erste Erfahrungen im Musikgeschäft. 1980 veröffentlicht er sein Debüt als Solokünstler, was aber weitestgehend unbemerkt bleibt. Erst mit dem dritten Album "Stadtstreicher" schafft er 1983 den Durchbruch.

Ein Jahr später erreicht der Deutsch-Rocker den Höhepunkt seiner Karriere. Die Single "1000 und 1 Nacht" katapultiert den bescheidenen Songschreiber in die Riege der Stars. "Das hat mein Leben verändert. In erster Linie beruflich, weil man mehr zu tun hatte, und es war natürlich auch wirtschaftlich gut", so Lage.

Der nächste Erfolg lässt nicht lange auf sich warten: Mit "Faust auf Faust", komponiert für den ersten Schimanski-Kinofilm, schreibt der 35-Jährige erneut deutsche Musikgeschichte. Auch am Titelsong des zweiten Schimanski ("Zabou") ist Lage beteiligt, als Interpret kann Joe Cocker gewonnen werden. Lage selbst übernimmt in dem Film eine kleine Rolle als Koch.

Lage geht neue Wege

Im Jahr 1995 erweitert Lage sein künstlerisches Repertoire erneut. Er spielt die Hauptrolle im Musical "Stars" und singt die deutsche Titelmelodie zum Animationsfilm "Toy Story".

Seit 2008 lebt der leidenschaftliche Werder-Fußballfan in Bremen. Er ist verheiratet und hat Kinder. Wie viele, sagt er nicht: "Ich will meine familiären Verhältnisse nicht so ausbreiten."

Nach zahlreichen Alben ist Klaus Lages Bart grau geworden. Aber ansonsten ist er der bullige, bodenständige Typ geblieben, der einst mit seiner Band die Charts gestürmt hat. Und er wird immer ein Musiker bleiben, der gezeigt hat, dass man auf Deutsch längst nicht nur erfolgreich Schlager singen kann.

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Stand: 16.06.2020, 00:00