6. Februar 2011 - Todestag des Gitarristen Gary Moore

Gary Moore

6. Februar 2011 - Todestag des Gitarristen Gary Moore

Nicht nur für eingefleischte Fans ist Gary Moore einer der besten Rock- und Bluesgitarristen in der Zeit nach Jimi Hendrix. Eigentlich braucht er nur seine "Gibson Les Paul Standard" und einen Verstärker, um sein Publikum zu begeistern. Dabei fliegt er wie schwerelos virtuos über die Saiten. Und ist trotzdem extrem präzise im Spiel.

Zeit seines Lebens perfektioniert Moore seinen Stil. Und das ganz ohne Star-Allüren oder Exzesse.

Gary Moore, Gitarrist (Todestag 6.2.2011)

WDR 2 Stichtag 06.02.2016 04:50 Min. Verfügbar bis 03.02.2026 WDR 2


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Durch Jimi Hendrix berufen

Geboren wird Moore 1952 in Belfast. Mit acht Jahren schenkt ihm sein Vater, ein Konzertveranstalter, eine Gitarre. "Von dem Moment an, als ich die Gitarre in der Hand hielt, fühlte es sich richtig an", wird sich Moore später erinnern. Als Autodidakt spielt er Melodien nach Gehör und beherrscht das Instrument schließlich perfekt - obwohl er als Linkshänder auf einer Rechtshänder-Gitarre lernt.

Mit 16 Jahren flieht Moore vor den sich ständig streitenden Eltern nach Dublin. Nach einem Jimi-Hendrix-Konzert beschließt er, Berufsgitarrist zu werden. Ende der 1960er Jahre spielt er in der Dubliner Hardrock-Band "Skid Row" von Frontmann Phil Lynott, dem er später zur legendären Band "Thin Lizzy" folgt; ihr beschert er mit "Parisienne Walkways" einen ihrer größten Hits.

Privat gebeutelt

Nach seinem Ausstieg bei "Thin Lizzy" gründet Moore 1975 das Jazzrock-Projekt "Colosseum II" mit und profiliert sich als Hardrock- und Heavy-Metall-Gitarrist. 1985 schreibt er mit "Empty Rooms" eine der bekanntesten Balladen der Rockgeschichte.

Privat läuft es weniger rund bei Moore: Seine Frau lässt sich nach acht Jahren Ehe scheiden, die beiden Söhne darf er nur noch selten sehen. Eine ehemalige Verehrerin verletzt ihn mit Glasscherben im Gesicht, was Narben hinterlässt. Auch deshalb geht es in Moores Songs immer wieder um Einsamkeit und Verletzungen.

Vom Heavy Metal zum Blues

1986 veröffentlicht Moore mit "Wild Frontier" sein einziges Celtic-Rock-Album. Anschließend wechselt er zum Blues. Die Ballade "Still got the Blues" auf dem gleichnamigen Album wird sein größter Hit.

Sie markiert Moores Durchbruch als Solo-Künstler - und handelt ihm einen Urheberrechtsstreit ein. Zwar verliert er den Plagiats-Prozess, obwohl er das eher unbekannte Stück des klagenden Komponisten wohl kaum gekannt haben dürfte, behält aber nach einem Vergleich die Rechte an dem Song.

Am 6. Februar 2011 stirbt Moore mit 58 Jahren nach einem Herzinfarkt in einem Hotel an der spanischen Costa del Sol.

Programmtipps:

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