20. Oktober 1994 - Todestag von Burt Lancaster

Burt Lancaster im Portrait

20. Oktober 1994 - Todestag von Burt Lancaster

Schon als Kind entwickelt Burt Lancaster seine Liebe zum Sport und zur Athletik. Er bildet sich zum Artisten aus, tritt als Trapezkünstler und Hochseilartist auf. Nach einer Verletzung gibt er seine Akrobatenkarriere auf, arbeitet zeitweise als Verkäufer in einer Wäscheabteilung, übernimmt erste Rollen im Theater – und wird bald von Talentsuchern aus Hollywood entdeckt.

In über 80 Filmen arbeitet er sich danach vom Kind irischer Einwanderer zum Weltstar des Kinos hoch. 

WDR 2 Stichtag: 1994 - Todestag des Schauspielers Burt Lancaster (20.10.2014)

WDR 2 Stichtag 20.10.2014 Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 2

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"Mister Muskel mit Zähnen"

Geboren wird Lancaster 1913 als Sohn eines Postangestellten in New York. Mit der Seeräuberkomödie "Der rote Korsar" gelingt ihm 1952 endlich der große Durchbruch – damals ist er schon 38 Jahre alt. Wegen seiner Körpergröße von 1,85 Metern, seiner athletischen Statur und seines schneeweißen Gebisses nennen ihn Filmschaffende und Kritiker bald "Mister Muskel mit Zähnen".

Regisseure besetzen ihn im Stile Errol Flynns als klassischen Mantel-und-Degen-Helden in Abenteuer- und Westernfilmen. Die Stunts liefert er selbst. Einen an Robin Hood gemahnenden Aufrührer spielt Lancaster in "Der Rebell" (1950), einen Indianer in "Apache" (1954); in "Zwei rechnen ab" (1957) mimt er Wyatt Earp. Auch sein halbnackter Ehebruch mit Deborah Kerr in "Verdammt in alle Ewigkeit" (1953) geht in die Filmgeschichte ein und bringt ihm eine Oscar-Nominierung.

Obwohl er zu Beginn oft die Rolle des klassischen Draufgängers in Hollywood-Filmen übernimmt, bleibt Lancaster im Studiosystem von Anfang an eine Ausnahme: Als erster Star besitzt er ein Mitspracherecht bei seinen Filmen. Bereits 1949 hatte er seine eigene Produktionsfirma gegründet. Zudem kümmert er sich liebevoll um seine Frau und seine fünf Kinder.

"Sein eigener Herr"

Für "Ben Hur" bieten die Produzenten ihm eine Million Dollar: Lancaster lehnt ab. Lieber steckt er sein Geld in unbequeme Filme und engagiert sich politisch, für Abrüstung, Menschenrechte und gegen Rassendiskriminierung. 1963 unterbricht er sogar Dreharbeiten in Europa, um zusammen mit Martin Luther King nach Washington zu marschieren.

Als Burt Lancaster in Hollywood ein wenig aus der Mode kommt, gelingt ihm in Europa der Sprung ins Charakterfach. Unter Regisseuren wie Luchino Visconti, Bernardo Bertolucci oder Louis Malle spielt er einige seiner besten Rollen, so in "Der Leopard" (1963), "1900" (1976) oder "Atlantic City, USA" (1980). Lancaster stirbt am 20. Oktober 1994 im Alter von 80 Jahren in Kalifornien. Das Time-Magazin schreibt über seinen Nachruf die Überschrift "His Own Man" – "Sein eigener Herr".

Programmtipps:

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"ZeitZeichen" auf WDR 5 (9.45 Uhr) und WDR 3 (17.45 Uhr) erinnert am 20. Oktober 2019 ebenfalls an Burt Lancaster. Auch das "ZeitZeichen" gibt es als Podcast.

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Stand: 20.10.2019, 00:00