18. Februar 1745 - Geburtstag des Physikers Alessandro Volta

Alessandro Volta

18. Februar 1745 - Geburtstag des Physikers Alessandro Volta

Als Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Volta das Licht der Welt erblickt, kennt die Menschheit Elektrizität nur als Naturphänomen in Gestalt von Blitzen. Oder dank mechanischer Apparaturen wie der "Elektrisiermaschine" des Magdeburger Physikers Otto von Guericke als Reibungsenergie.

Volta bleibt es vorbehalten, mit seiner "Volta-Säule" erstmals eine Erfindung mit dauerhaftem Stromfluss konstruiert zu haben. 1801 präsentiert er diese erste Batterie auf Einladung von Napoleon Bonaparte in Paris der Öffentlichkeit. Voltas Leistungen legen den Grundstein zu allen weiteren Entwicklungen der Elektrizität.

Alessandro Graf Volta, Physiker (Geburtstag 18.02.1745)

WDR 2 Stichtag 18.02.2020 03:42 Min. Verfügbar bis 15.02.2030 WDR 2

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Warum zucken Froschschenkel?

Geboren wird Volta am 18. Februar 1745 im norditalienischen Como. Auf Wunsch der Eltern studiert er Jura, die geheimnisvolle Kraft der Elektrizität fasziniert ihn aber, der er sich als Autodidakt widmet. Mit der "Volta-Pistole", einer Art Gasfeuerzeug, und einer dauerhaft brennenden Lampe tut er sich zudem als Erfinder hervor.

1778 wird Volta Professor für Physik in Pavia. Zwei Jahre später erfährt er vom Experiment des Arztes Luigi Galvani, der Froschschenkel mit Eisen und Kupfer zum Zucken gebracht hat. Volta begreift, dass das Salzwasser im Körper des Tieres einen Stromfluss zwischen den angelegten Metallen erzeugt hat. So wird er zum Mitbegründer der Elektrizitätslehre.

Kontakt bestimmter Metalle

Tatsächlich geht Volta davon aus, dass Elektrizität durch den Kontakt bestimmter Metalle entsteht: Die These bestätigt er mit Experimenten. Darauf aufbauend schlussfolgert der Physiker, dass mit Hilfe einer speziellen Anordnung von Metallen in einer leitenden Flüssigkeit ein permanenter Stromfluss möglich sein müsse.

Abwechselnd stapelt er Kupfer- und Zinkstreifen mit einer Trennschicht aus salzwassergetränktem Filz und verbindet die Enden: Es funktioniert.

Die erste Batterie der Welt

Diese später "Volta-Säule" genannte Erfindung gilt als erste funktionsfähige Batterie. "Diesen Apparat möchte ich ein künstliches elektrisches Organ nennen, fähig, in jedem Augenblick stärkere und schwächere Schläge zu geben", schreibt er 1800 der Royal Society in London. Die Wissenschaft ist begeistert.

Neben der "Volta-Säule" erfindet Volta unter anderem auch den Kondensator. Die Elektrifizierung der Welt erlebt er allerdings nicht mehr mit.

1810 in den Grafenstand erhoben, stirbt er 1827 in seinem Landhaus bei Como. Ende des 19. Jahrhunderts wird für die von ihm festgelegte Maßeinheit der elektrischen Spannung die Bezeichnung "Volt" eingeführt.

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