Deutsche Rennrodler boykottieren Weltcup in Winterberg

Doppel-Rennrodel in der Bobbahn

Deutsche Rennrodler boykottieren Weltcup in Winterberg

  • Bahn in sehr schlechtem Zustand
  • "Extrem hohes Risiko"
  • Bobverband unterstützt Entscheidung

Auch das Winterberger Weltklasse-Duo Robin Geueke und David Gamm beteiligt sich an dem Boykott. Das bestätigte Robin Geueke dem WDR. Wie erst jetzt bekannt wurde, war der Rennrodler Stepan Fedorow aus Russland beim Training schwer gestürzt und hatte sich das Bein gebrochen.

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) unterstützt den Boykott. Trainer und Athleten hätten "unser vollstes Vertrauen, und wir als BSD stehen voll und ganz hinter ihrer Entscheidung."

Die Bahn ist ramponiert, weil sie wegen des Sturms nicht wie üblich mit Segeln vor Sonne und Schnee geschützt werden konnte.

Boykott in Winterberg - Rennrodel-Doppelsitzer fahren nicht

Sportschau 21.02.2020 00:39 Min. Verfügbar bis 21.02.2021 ARD Von Luise Kropff

"Stürze vorprogrammiert"

Rennrodler geben Pressekonferenz

Pressekonferenz der Rennrodler in Winterberg

"Gewinnen – das ist es, was wir wollen. Aber nicht um jeden Preis", schrieben Toni Eggert und Sascha Benecken in den sozialen Netzwerken. Sie waren in Sotschi zum dritten Mal in Folge Weltmeister geworden. "Aus unserer Sicht lässt der momentane Eisausbau eine Fahrt im Doppelsitzer nur mit einem weit über das Normalmaß erhöhte Risiko zu. Wir haben es probiert."

Und das Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt sieht ein "extrem hohes und somit unkalkulierbares Risiko", Stürze seien "quasi vorprogrammiert".

Auch die Österreicher kündigten am Freitag (21.02.2020) einen Boykott an. Die deutschen Einsitzer wollen noch eingehend darüber beraten.

Stand: 21.02.2020, 12:53