Krefeld darf im Derby nicht patzen

Tim Miller

Krefeld darf im Derby nicht patzen

  • Krefeld Pinguine treffen auf die Düsseldorfer EG
  • Krefeld kassierte zuletzt vier Niederlagen am Stück
  • Düsseldorf kommt als Tabellenzweiter

Als die Krefeld Pinguine am vergangenen Dienstag (18.12.18) das Eis ihrer eigenen Arena verließen, konnte sich ihr Arbeitszeugnis sehen lassen: 66 Mal hatten sie laut der Statistiker auf das Tor ihres Gegners, die Schwenninger Wild Wings, geschossen. Ein Wert, der selbst im schnellen Eishockey selten vorkommt. Allein: Der KEV hatte die Partie dennoch verloren - mit 3:5.

Die Partie gegen Schwenningen spiegelt ziemlich genau wieder, was bei den Krefeld Pinguinen momentan das Problem ist: Der Arbeitsaufwand ist nicht im Entferntesten übereinzubringen mit dem Resultat.

Konzentrationsprobleme bei Heimspielen

"Ich kann meinen Spielern das Bemühen nicht absprechen", sagt denn auch Pinguine-Trainer Brandon Reid, der vor allem bei Heimspielen aber eine Grundproblematik ausgemacht hat: "Ich glaube, dass die Spieler bei Heimspielen nicht so konzentriert sind, weil sie glauben, dass die Spiele leichter sind."

Tatsächlich hat der KEV zuletzt daheim dreimal hintereinander verloren, gegen Düsseldorf ist die Bilanz bislang aber gut.

Der Coach baut darauf, dass seine Spieler gegen die DEG mit demselben Selbstvertrauen auftreten wie in den beiden Saisonduellen zuvor gegen den Rivalen, die beide nach Verlängerung gewonnen wurden. "Wir dürfen nicht in Konter laufen. Sie haben gute Torhüter, daher müssen wir vor ihrem Tor für viel Verkehr sorgen."

Düsseldorf will mehr Gas geben

Die Düsseldorfer wollen unbedingt den ersten Saisonsieg gegen Krefeld feiern. Am Mittwoch mussten sie sich im Heimspiel gegen Bremerhaven mit 2:3 nach Penalyschießen geschlagen geben und schoben sich die Niederlage selber in die Schuhe.

"Gefühlsmäßig haben wir zu langsam gespielt und sind immer der Scheibe hinterhergelaufen", sagte Trainer Harald Kreis. Er erwarte, dass die Pinguine "nicht ganz so physisch" spielen wie Bremerhaven: "Leicht wird es aber trotzdem nicht."

Stand: 20.12.2018, 22:42