Powervolleys Düren - Saisonziel in greifbarer Nähe

Die Mannschaft der Powervolleys Düren jubelt

Powervolleys Düren - Saisonziel in greifbarer Nähe

Von Julian Tilders

  • Powervolleys Düren feiern ersten Einzug ins DVV-Pokalfinale seit zehn Jahren
  • Gegner im Februar ist der amtierende Deutsche Meister aus Berlin
  • Kocian: "Haben uns vorgenommen, einen Titel zu gewinnen"

Die Halle bebte. Am vergangenen Sonntag (08.12.2019) konnten die SWD powervolleys Düren durch eine nahezu tadellose Vorstellung beim 3:0-Sieg (25:16, 25:17, 25:22) gegen den TV Rottenburg den Einzug in das DVV-Pokalfinale lautstark bejubeln.

Erster Finaleinzug für Düren seit zehn Jahren

Verständlich war die Euphorie in jedem Fall: Erstmals seit zehn Jahren steht Düren wieder im Endspiel des Pokal-Wettbewerbs. "Heute ist hier eine Bombe geplatzt", freute sich Tomas Kocian, Dürens Spielmacher, im Gespräch mit den Vereinsmedien. Gegner im Endspiel, das am 16. Februar 2020 in Mannheim stattfindet, ist der amtierende Meister Berlin Recycling Volleys.

Kocian betonte erleichtert: "Wir haben ein großes Ziel erreicht. Jetzt kommt das nächste. Schließlich haben wir uns vorgenommen, einen Titel zu gewinnen." Ein Faktor für den Sieg war auch das starke Aufschlagspiel der Dürener (elf Asse). Unter anderem ließen Björn Andrae und Egor Bogachev Rottenburgs Annahmespielern kaum Chancen. Hinzu kam, dass Düren sich bei Angriffen des Gegners konzentriert zeigte und stabil im Spielaufbau agierte. Bogachev erklärte: "Bei keinem war im Kopf, dass wir das hätten verlieren können."

Das Pokalfieber in Düren hat längst seinen Höhepunkt erreicht. Der Weg ins Endspiel führte zunächst im Achtelfinale über die SVG Lüneburg (3:0), im Viertelfinale behielt Düren gegen die United Volleys Frankfurt die Oberhand (3:1). Nun der Sieg im Halbfinale gegen Rottenburg - alle drei Partien gewann Düren absolut souverän.

Schwung aus dem Pokal in die Liga mitnehmen

Die SWD powervolleys haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie eine Pokalmannschaft sind. In der Liga steht Düren aktuell im Mittelfeld der Tabelle auf Platz sieben (zwölf Punkte). Bezeichnend: Die im Pokalwettbewerb geschlagenen Teams aus Lüneburg und Frankfurt stehen tabellarisch vor Düren.

"Der Sieg (gegen Rottenburg, d. Red.) war auch wichtig für die Bundesliga-Saison", beteuerte Bogachev und fügte an: "Wir gehen jetzt mit einem sehr guten Gefühl in die letzten zwei Spiele vor der Weihnachtspause." Gegen den TV Bühl (14.12.2019) und den VfB Friedrichshafen (21.12.2019) gilt es noch zu bestehen.

Stand: 09.12.2019, 19:18