Powervolleys Düren - mit festem Gerüst durch die Corona-Krise

Zuspieler Tomas Kocian (Powervolleys Düren) jubelt

Powervolleys Düren - mit festem Gerüst durch die Corona-Krise

Von Julian Tilders

  • Düren nach eigenen Angaben mit der Personalplanung bereits sehr weit
  • Neun Spieler bleiben dem VBL-Klub erhalten
  • Powervolleys stehen vergleichsweise gut da

Trotz erschwerter Bedingungen in der Corona-Krise ist Volleyball-Bundesligist Düren mit der Planung für die künftige Spielzeit nach eigenen Angaben bereits so weit wie selten zu diesem Zeitpunkt. Wichtige Spieler bleiben den Powervolleys erhalten.

Spielmacher Kocian bleibt an Bord

So gab der VBL-Klub zuletzt bekannt, dass auch Regisseur Tomas Kocian (32 Jahre) dem Verein in der kommenden Saison erhalten bleibt. "Es freut mich sehr, dass so viele Spieler bleiben. Das Team hat sehr gut harmoniert, obwohl die Saison aufgrund der Verletzungen nicht einfach war. Wir haben damit eine wirklich gute Grundlage für die neue Saison", kommentierte der Zuspieler die Bekanntgabe gegenüber den Klubmedien.

Neun Verträge, neun Rückkehrer

In Düren steht das Grundgerüst der Mannschaft bereits. Neben Kocian kann der Klub mit acht weiteren Spielern planen, die schon in der vor den Playoffs abgebrochenen Saison, die Düren auf Platz sechs beendete, das Powervolleys-Trikot trugen. "Wir freuen uns darauf, dass wir mit so vielen Leistungs- und Sympathieträgern weitermachen können", sagte der sportliche Leiter Goswin Caro.

Zu ebenjenen Leistungs- und Sympathieträgern zählen außer Kocian noch Ivan Batanov (Libero), Eric Burggräf (Zuspiel), Sebastian Gevert, Philipp Schumann (beide Diagonal), Kapitän Michael Andrei, Tim Broshog (beide Mittelblock), Tobias Brand und Routinier Björn Andrae (beide Außenangriff).

VBL von Corona-Krise hart getroffen - Düren solide aufgestellt

Im Vergleich zur (Ex-)Konkurrenz ist Düren offenbar solide aufgestellt. Mit dem TV Rottenburg (Rückzug), den AlpenVolleys Haching (Rückzug) und den Volleys Eltmann (Lizenzentzug aufgrund von Insolvenz) gingen zuletzt gleich drei Männer-Bundesligisten angesichts der Corona-Krise finanziell in die Knie. "Das Aus von drei Teams trifft die 1. Bundesliga Männer natürlich hart", sagte im Nachgang VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung: "Von den anderen Standorten haben wir bislang positive Signale erhalten."

Bereits im März 2020 gab Sponsor und Gesellschafter Erich Peterhoff auf der Klub-Internetseite einen Einblick in die finanzielle Situation der Powervolleys und bestätigte, dass die Schulden der GmbH, die auch durch das Zuschussgeschäft der Champions-League-Teilnahmen Mitte der 2000er Jahre angehäuft wurden, "mit der Saison 2019/20 abgearbeitet" wurden. Eine vergleichsweise gute Ausgangslage, um der Corona-Krise zu trotzen.

VBL-Maßnahmenpaket zur Überlebenssicherung

Hinzu kommt das zuletzt beschlossene Maßnahmenpaket der VBL für die Saison 2020/21, dass nach Liga-Angaben ein Volumen von etwa 200.000 Euro an Zahlungsreduktionen für die Vereine beinhaltet. "Unsere Vereine sollen ihre Energie in die Wiederaufnahme des Spielbetriebs stecken und sich auf das Krisenmanagement fokussieren können", sagte dazu VBL-Präsident Michael Evers. Und dieses Krisenmanagement funktioniert in Düren momentan offensichtlich gut.

No Sports!? Wie kommt der Sport durch die Corona-Krise? - Folge 4 sport inside 22.04.2020 09:04 Min. Verfügbar bis 22.04.2021 WDR

Stand: 08.05.2020, 17:26