Tischtennis-Ass Timo Boll in Aktion

Tischtennis

Boll nach Rippenproblemen fit für Tischtennis-EM

Stand: 11.08.2022, 13:37 Uhr

Tischtennis-Rekordeuropameister Timo Boll (Düsseldorf) hat seine Rippenprobleme überwunden und wird bei der Heim-EM in München (13. bis 21. August) an den Start gehen.

"Die Belastungstests der vergangenen Tage in Höchst liefen gut. Die EM kann für Timo kommen", sagte Bundestrainer Jörg Roßkopf nach dem Abschlusstraining des Titelverteidigers am Donnerstag (11.08.2022). 

Der 41 Jahre alte Boll, den zuletzt erneute Probleme wegen eines Rippenbruchs aus dem Frühsommer ausgebremst hatten, steht somit vor seiner 18. Teilnahme an kontinentalen Titelkämpfen. Die Tischtennis-Wettbewerbe in der Rudi-Sedlmayer-Halle beginnen am Samstag mit der Qualifikation im Einzel, Doppel und Mixed.

Kein Doppel mit Franziska

Der EM-Start von Patrick Franziska ist hingegen ungewiss. Der Nationalspieler erwartet mit seiner schwedischen Ehefrau Frida das erste gemeinsame Kind. Die Geburt stehe "unmittelbar bevor", teilte der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) am Donnerstag mit.

Klar ist, dass Franziska definitiv nicht mit Boll zur Doppel-Quali antreten wird. Weil sich bei der Geburt "bis jetzt noch nichts getan" habe, werde es "nun leider zu eng", um am Samstag sicher beim Doppelwettbewerb zu starten, sagte DTTB-Pressesprecherin Simone Hinz am Abend. Daher habe das Duo seine Meldung kurzfristig zurückgezogen.

Diese NRW-Sportler sind bei den European Championships dabei

Rund 4.700 Athleten starten bei den European Championships in München. Aus NRW sind einige aussichtsreiche Sportler dabei.

Tischtennis:
Mit Rekordeuropameister Timo Boll, seinem Düsseldorfer Teamkollegen Dang Qiu und dem Bergneustädter Benedikt Duda sind drei Tischtennis-Herren aus NRW am Start. Alle drei sind hochgehandelt. Titel könnte es im Doppel, Mixed und Einzel geben. Bei den Frauen ist keine Frau aus Nordrhein-Westfalen dabei, wenngleich einige am Stützpunkt in Düsseldorf trainieren.

Sportklettern:
Linus Bader, Leander Carmanns, Julia Koch, Franziska Ritter und die aussichtsreichsten Kandidaten Hannah Meul und Yannick Flohé heißen die NRW-Sportler. In vier Disziplinen werden Titelträger gesucht.

Radsport:
NIls Politt und Phil Bauhaus sind die NRW-Starter beim Straßenrad der Männer. Das deutsche Team hofft auf eine Medaille. Mieke Kröger ist bei den Frauen mit dabei. Im BMX-Freestyle tritt Timo Schulze vom TSVE Bielefeld an.

Leichathletik:
Mateusz Przybylko aus Leverkusen ist vielleicht der bekannteste Starter aus NRW. Auch die Stabhochspringer Torben Blech und Bo Kanda Lita Baehre erhoffen sich Medaillen. Dazu sind nominiert: Robin Erewa, Joshua Hartmann, Manuel Sanders, Patrick Schneider, Mohamed Mohumed, Nils Voigt, Amanal Petros und Hendrik Pfeiffer. Bei den Frauen sticht Kontanze Klosterhalfen heraus. Mit Tatjana Pinto, Tanja Spill, Monika Zapalska, Lea Meyer, Bianca Stichling, Kristin Gierisch, Jessie Maduka und Sophie Weißenberg sind insgesamt neun Frauen aus NRW dabei.

Rudern:
Aushängeschild ist natürlich der Deutschland-Achter, der in Dortmund beheimatet ist. Im Vierer der Männer sind immerhin mit Max John und Theis Hagemeister zwei Dortmunder dabei.

Beachvolleyball: Die größten Chancen werden dem Duo Svenja Müller/Cinja Tillmann zugeschrieben. Das Duo aus dem Münsterland hat sich in der Weltspitze etabliert und trainiert mittlerweile am zentralen Stützpunkt Hamburg. Die aus dem Hallenvolleyball gewechselte Louisa Lippmann startet mit Rio-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst, die derzeit an ihrem Comeback arbeitet.

Turnen:
Im Turnen steht lediglich eine NRW-Sportlerin im Aufgebot des Deutschen Turn-Bundes: Sarah Voss. Die Kölnerin könnte durchaus dabei aber für eine Überraschung sorgen, war schon einmal Vierte bei der EM 2018 in Glasgow - das war übrigens bei der letzten beziehungsweise ersten Auflage der European Championships.

Deutscher Rekord bei letztjährigen Titelkämpfen

In München werden in fünf Wettbewerben (Herren-Einzel und -Doppel, Damen-Einzel- und Doppel sowie Mixed) Medaillen vergeben. Bei den vergangenen Titelkämpfen 2021 in Warschau hatte Deutschland mit viermal Gold und dreimal Silber ein Rekordergebnis eingefahren. 

Quelle: sid