Laschet: Mehrere tausend Zuschauer in den Stadien möglich

Zuschauer im Schalker Parkstadion

Laschet: Mehrere tausend Zuschauer in den Stadien möglich

Von Jens Mickler

In NRW dürfen bald mehr als die bisher erlaubten 300 Zuschauerinnen und Zuschauer Sportveranstaltungen besuchen. Ministerpräsident Laschet sagte nach dem Sport-Gipfel, dass auch mehrere tausend Besucher möglich seien.

"Bei regionalen Ligen und bei regionalen, nationalen sowie internationalen Sportwettkämpfen wird es wieder möglich sein, mehr Zuschauerinnen und Zuschauer in Stadien und Sporthallen zuzulassen", teilte die Staatskanzlei im Anschluss an einen Sportgipfel in NRW mit Vertretern verschiedener Sportvereine mit.

Breitensport: Laschet sagt Amateursport mehr Zuschauer zu Aktuelle Stunde 11.09.2020 04:01 Min. Verfügbar bis 11.09.2021 WDR Von Martina Koch & Holger Dahl

"Die Kernbotschaft ist: Ab nächster Woche dürfen mehr als 300 Zuschauer all die Sportarten, die wir in NRW haben, persönlich erleben", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Er bezog sich dabei auf die regionalen Fußball-Ligen sowie die Teamsportarten wie Eishockey, Basketball, Handball oder Volleyball. Zur Fußball-Bundesliga äußerte sich Laschet explizit nicht. Hier arbeiten die Staatssekretäre der Länder derzeit an einem gesonderten Konzept.

Große Stadien haben es leichter als kleine Hallen

NRW wird am kommenden Dienstag (15.09.2020) die Corona-Verordnung anpassen, die neue Zuschauer-Obergrenze richte sich dabei für jede Sportart nach Sportstätte und Hygienekonzept, hieß es. "Die großen Fußball-Stadien können die Abstandsregeln leichter einhalten als kleine Turnhallen, deshalb wird es die Aufgabe über das Wochenende hinweg sein, passgenaue Konzepte für alle Sportarten zu finden", sagte Laschet. Über die genauen Zahlen würde dann das jeweilige örtliche Gesundheitsamt entscheiden.

NRW-Ministerpräsident Laschet: "Passgenaue Konzepte für alle Sportarten finden" Sportschau 11.09.2020 02:23 Min. Verfügbar bis 11.09.2021 Das Erste

Laschet machte es an einem Beispiel deutlich: "Für Volleyball, das in einer Halle mit maximal 1.500 Besuchern gespielt wird, brauchen Sie eine andere Lösung als im Fußballstadion von Rot-Weiss Essen oder Alemannia Aachen oder in einem Eishockey-Stadion oder bei den Telekom Baskets." Dort seien mehrere tausend Besucher möglich.

Neues Hilfspaket in Höhe von 15 Millionen

Zusätzlich sicherte Laschet ein neues Hilfspaket für die Sportvereine und - verbände in Höhe von 15 Millionen Euro zu. "Damit wollen wir den Vereinen unter die Arme greifen und sie durch die Krise bringen", sagte Laschet.

Land NRW gestattet mehr Zuschauer beim Sport

Sportschau 11.09.2020 02:17 Min. Verfügbar bis 11.09.2021 ARD Von Ulli Schäfer

Bereits im Frühjahr hatte es zehn Millionen Euro aus der NRW-Soforthilfe für die Sportvereine gegeben.

Stefan Adam: "In zehn Tagen brauchen wir Gewissheit"

Stefan Adam, Geschäftsführer des Eishockeyklubs Düsseldorfer EG, wies daraufhin, wie existenziell wichtig es sei, dass wieder vor Zuschauern gespielt wird. "Es geht dabei nicht nur um die Ticketerlöse, auch das Sponsoring ist abhängig von der Zahl der Zuschauern in den Hallen und Arenen", sagte Adam zu WDR.de. Betroffen sei nicht nur Eishockey, sondern auch alle anderen Teamsportarten.

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Die DEL plant am 13. November den Spielbetrieb wiederaufzunehmen. "Innerhalb der nächsten zehn Tage brauchen wir Gewissheit, ob es zum Saisonstart mit Zuschauern wieder losgehen kann", sagte Adam.

Stand: 11.09.2020, 14:37