Alexandra Föster rudert (Archivbild)

Rudern: Föster bei Langstreckentest auf sechstem Platz

Stand: 27.11.2022, 16:19 Uhr

Beim traditionellen Langstreckentest des Deutschen Ruder-Verbandes auf dem Dortmund-Ems-Kanal hat Alexandra Föster im Frauen-Einer eine Top-Platzierung verpasst.

Die WM-Siebte aus Meschede musste sich am Sonntag mit Rang sechs begnügen und hatte im Ziel 37 Sekunden Rückstand auf die Erstplatzierte Pia Greiten. Die Osnabrückerin Greiten benötigte für die 6.000 Meter 25:40 Minuten und siegte damit vor Tabea Schendekehl (Dortmund) und Maren Völz (Potsdam).

Jonas Gelsen siegt mit deutlichem Vorsprung

Bei den Männern setzte sich im Einer Jonas Gelsen nach den 6.000 Metern durch. In Abwesenheit des erkrankten Weltmeisters Oliver Zeidler verwies der 21 Jahre alte Frankfurter am Sonntag seine Konkurrenten Marc Weber (Marburg) und Oliver Holtz (Rostock) mit deutlichem Vorsprung von 17 Sekunden auf die Plätze zwei und drei.

Erster Test nach zweimonatiger Pause

Der Langstreckentest ist nach rund zweimonatiger Wettkampfpause die erste Leistungsüberprüfung der neuen Saison, in der die meisten Startplätze für die Olympischen Spiele 2024 in Paris vergeben werden. Die Ergebnisse aus Dortmund dienen den Trainern als Hilfe bei der Kaderzusammenstellung. So steigen für die Athleten aus den schnellsten Zweiern ohne Steuermann die Chancen auf einen begehrten Rollsitz im Deutschland-Achter.

Mit ihrem überraschenden und knappen Sieg meldeten die Nachwuchsruderer Paul-Eric Klapperich und Jasper Angl (Bonn/Münster) Ansprüche an. Zweiter und Dritter wurden die Duos Wolf Niclas Schröder/Torben Johannesen (Berlin/Hamburg) und Olaf Roggensack/Mattes Schönherr (Berlin/Potsdam). Der aus dem Skull- in den Riemenbereich zurückgekehrte ehemalige Achter-Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) kam mit Mark Hinrichs (Limburg) als Vierter ins Ziel.

Krankheitsbedingte Absagen

Nach der historisch schwachen WM zwei Monate zuvor in Racice (Tschechien) mit nur einmal Gold in den 14 olympischen Klassen wollen die deutschen Ruderer wieder zur Weltspitze aufschließen. Diverse krankheitsbedingte Absagen bei der Leistungsüberprüfung in Dortmund dürften dieses Vorhaben erschweren. "Das ist schon schade. Generell muss ich sagen, dass ich aktuell schon etwas unruhig bin. Der Saisonstart ist auch durch die vielen Ausfälle nicht zufriedenstellend", klagte Cheftrainerin Brigitte Bielig.