Prozess in Köln: Zu viele Peitschenhiebe für Rennpferde?

Pferd steht auf dem Gestüt Röttgen

Prozess in Köln: Zu viele Peitschenhiebe für Rennpferde?

  • Streit um Pferderennen beschäftigt Justiz erneut
  • Rennpferd war 2016 Dritter beim Deutschen Derby
  • Gericht soll Rechtmäßigkeit klären

Am Oberlandesgericht Köln geht es am Mittwoch (11.09.2019) um die Platzierung eines Rennpferdes beim Deutschen Derby. Der Fall hat schon die Sportgerichte beschäftigt und zieht sich inzwischen drei Jahre hin. Die Besitzer des Pferdes, das im Kölner Gestüt Röttgen steht, fühlen sich um den Sieg betrogen. Der Grund: Die Jockeys der erstplazierten Pferde hätten häufiger als erlaubt die Peitsche eingesetzt. In Deutschland sind maximal fünf Peitschenhiebe erlaubt.

Zu viele Peitschenschläge für die Sieger

Das Pferd in seiner Box

Das Pferd in seiner Box

Das Pferd "Dschingis Secret" ist beim Derby im Jahr 2016 nur als dritter Sieger eingelaufen. Belegt ist allerdings, dass die beiden schnelleren Pferd häufiger als erlaubt mit der Peitsche angespornt wurden. Die Besitzer des Kölner Pferdes fordern seitdem die Disqualifikation der ersten beiden.

Dabei geht es natürlich auch um die Neu-Verteilung des Preisgeldes: Mehr als 300.000 Euro gab es zu gewinnen, außerdem genießt man als Sieger des Deutschen Derbys ein hohes Ansehen. Jetzt verhandelt das Kölner Oberlandesgericht über den Fall und soll auch die Frage beantworten, inwiefern die verbandseigenen Sportrenngerichte endlich eine klare Entscheidung fällen sollen.

Pferde – Warum wir sie lieben und trotzdem quälen Quarks 09.07.2019 44:12 Min. UT Verfügbar bis 09.07.2024 WDR

Stand: 11.09.2019, 10:48