CHIO Aachen: Der Preis von Europa

Sport im Westen 29.06.2022 01:26:56 Std. Verfügbar bis 27.06.2023 WDR Von Carsten Sostmeier

Springreiter Ward gewinnt Preis von Europa

Stand: 29.06.2022, 21:56 Uhr

Beim ersten Höhepunkt des CHIO in Aachen hat sich Springreiter McLain Ward den Sieg gesichert. Der zweimalige Team-Olympiasieger aus den USA setzte sich am Mittwochabend im Preis von Europa durch.

Im Sattel von Contagious gewann der 46-Jährige nach zwei Runden mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt vor Martin Fuchs aus der Schweiz mit Conner Jei.

Deußer wird Achter

Den Sieg knapp verpasst hat Daniel Deußer. Der in Belgien lebende Hesse war mit Bingo zwar der schnellste Reiter, doch durch einen Abwurf wurde er nur Achter. Zweitbester deutscher Starter in der mit 200.000 Euro dotierten Prüfung war der in den Niederlanden lebende Tobias Meyer, der mit Greatest Boy auf Rang zwölf kam. Der deutsche Meister des Vorjahres kassierte acht Strafpunkte.

Europameister Andre Thieme (Plau am See) mit Conacco schied ebenso nach dem ersten Umlauf aus wie der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Mila und der dreimalige Weltcup-Gewinner Marcus Ehning (Borken) mit Priam du Roset. 13 Paare blieben im ersten Umlauf insgesamt fehlerfrei, waren aber zu langsam, um die zweite Runde zu erreichen.

Meyer-Zimmermann reitet in Hindernis

Zuvor hatte Springreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann beim Auftakt des zweiten Turniertages für eine Schrecksekunde gesorgt. Mit Glück und Geschick verhinderte die Springreiterin im Sattel ihres Pferdes Messi einen Sturz. Die Siegerin des Großen Preises von Aachen 2011 ritt ins letzte Hindernis im ersten Springen des Mittwochs. "Ich war selber überrascht", sagte die 41-Jährige aus Pinneberg. "Der letzte Sprung hat gezeigt, das Pferd ist vielleicht doch noch ein bisschen schüchtern."

Der Kampf um ein WM-Ticket wäre für Meyer-Zimmermann beinahe frühzeitig beendet gewesen. Die Mannschafts-Weltmeisterin von 2010 ist nach ihrer Babypause rechtzeitig in Form gekommen und hat mit dem zehnjährigen Wallach Messi wieder ein Toppferd unter dem Sattel. Am Donnerstag soll sie im CHIO-Nationalteam reiten.

"Das kann passieren, sollte aber nicht", kommentierte Bundestrainer Otto Becker den gerade noch verhinderten Sturz von Meyer-Zimmermann am Nachmittag. Die Reiterin sagte: "Er hatte einen kurzen unsicheren Moment und hätte vielleicht mehr Sicherheit von mir gebraucht." Sie glaube, dass Messi "jetzt nicht verunsichert ist - und ich bin es auch nicht". Das Springen gewann der Belgier Wilm Vermeir im Sattel von Linguini.

Ehning verzichtet auf Start bei Nationenpreis

Neben Meyer-Zimmermann und Messi sind drei weitere Paare für den Nationenpreis am Donnerstagabend nominiert: Christian Kukuk (Riesenbeck) mit Mumbai, Europameister André Thieme (Plau am See) mit Chakaria und die in Belgien lebende Jana Wargers mit Limbridge. "Der Nationenpreis ist ein Härtetest mit Blick auf die WM", sagte der Bundestrainer. "Da können sie sich beweisen." Auf einen Start im CHIO-Quartett verzichtet hat Marcus Ehning. "Das habe ich mit Otto so abgesprochen", sagte der Team-Olympiasieger mit Verweis auf den Bundestrainer.

CHIO - Weltfest des Pferdesports

WDR 5 Westblick - aktuell 28.06.2022 03:26 Min. Verfügbar bis 28.06.2023 WDR 5 Von Silke Oettershagen


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Quelle: sid/dpa/red