Jule Niemeier nach ihrem Sieg im Achtelfinale von Wimbledon.

Starke Niemeier zieht ins Viertelfinale von Wimbledon ein

Stand: 03.07.2022, 16:43 Uhr

Die Dortmunderin Jule Niemeier hat bei ihrem Wimbledondebüt das Viertelfinale erreicht.

Die 22-Jährige setzte sich am Sonntag auf dem Centre Court gegen die Britin Heather Watson 6:2, 6:4 durch und spielt am Dienstag in einem deutschen Duell mit Tatjana Maria (Bad Saulgau) um den Einzug ins Halbfinale.

Niemeier: "Ich bin super-stolz"

Für Niemeier ist es erst das zweite Grand-Slam-Turnier ihrer Karriere, erst im Mai hatte sie erstmals den Sprung unter die Top 100 der Weltrangliste geschafft. Für den Einzug ins Viertelfinale bekommt sie 310.000 Pfund. In ihrer kompletten vorigen Karriere hatte Niemeier insgesamt noch nicht so viel verdient.

"Es tut mir leid, dass ich heute eine Britin rauswerfen musste", sagte Niemeier mit einem Wimbledon-Handtuch über den Schultern. "Ich bin super-stolz auf mich selbst."

Sie erhält jedoch keine Punkte für die Weltrangliste, die nach dem Streit um den Ausschluss der russischen und belarussischen Spielerinnen und Spieler in diesem Jahr nicht vergeben werden.

Niemeier dominiert ersten Satz

Niemeier spielte von Beginn an locker auf, brachte ihre Aufschlagspiele souverän durch und dominierte oft die Ballwechsel. Beim Stand von 2:2 nutzte sie ihre erste Breakchance und baute ihre Führung bei eigenem Aufschlag auf 4:2 aus.

Aufgrund der Dominanz Niemeiers gegen die Britin Watson wurde es schnell ruhig auf dem Centre Court. Bei Watson lief nun kaum noch etwas zusammen, sodass Niemeier sich mühelos das zweite Break sicherte (5:2). Nach nur 27 Minuten hatte Niemeier den ersten Durchgang mit 6:2 gewonnen.

Zweiter Durchgang nur zu Beginn ausgeglichen

Zu Beginn des zweiten Satzes drehte sich die Partie, Watson war besser im Spiel. Bei 0:1 geriet Niemeier mit 0:40 in Rückstand und musste erstmals ihren Aufschlag abgeben, der Dortmunderin fehlte die Sicherheit in den Schlägen.

Doch sie bewies Nervenstärke, holte sich das Break umgehend zurück (1:2) und übernahm nach einer ausgeglichenen Phase wieder das Kommando. Im siebten Spiel lag Watson 15:40 zurück und beendete ihr Aufschlagspiel mit einem Doppelfehler, sodass Niemeier mit 4:3 in Führung ging. Beim Stand von 5:4 und eigenem Aufschlag nutzte Niemeier nach 76 Minuten ihren dritten Matchball zum Sieg.