Voltigieren - Deutscher Doppelerfolg im Nationenpreis

Das Voltigier-Team Norka des VV Köln-Dünwald zeigt artistische Übungen auf Calidor (Archivbild).

Voltigieren - Deutscher Doppelerfolg im Nationenpreis

Die deutschen Starter haben beim CHIO in Aachen im Wettbewerb um den Nationenpreis aufgetrumpft. Die erste deutsche Mannschaft mit Jannik Heiland, Janika Derks (Neuss) und dem Team Norka des VV Köln-Dünnwald sicherte sich am Ende den Sieg. Zweiter wurde Vorjahressieger Team Fredenbeck aus Norddeutschland.

Fünf Voltigier-Mannschaften zeigten am Sonntagnachmittag (14.07.2019) in der Aachener Soers ihre Küren. Pro Team präsentierten sich nacheinander jeweils zwei Einzelvoltigierer und dann eine sechsköpfige Gruppe. Die Summe der Benotungen der drei Auftritte ergibt die Mannschaftsnote.

Stärkste Einzelnote für Jannik Heiland

Beim Team Deutschland I überzeugte zunächst Jannik Heiland auf Dark Beluga - unter anderem dank seiner schauspielerischen Ausdrucksstärke erhielt er die beste Einzelwertung des Nachmittags (9,268 Punkte). Aber auch Janika Derks (Neuss), die in ihrer starken Kür auf Carousso Hit die Geschichte einer Boxerin erzählte und zuvor schon das Damen-Einzel beim CHIO in Aachen gewonnen hatte, trug erheblich zum Sieg der Mannschaft bei (9,124).

CHIO - der Nationenpreis der Voltigierer Sportschau 14.07.2019 01:33:29 Std. Verfügbar bis 14.07.2020 Das Erste

Auch für die Gruppe des Team Norka des VV Köln-Dünnwald mit Calidor gab es mehr als 9 Punkte (9,053). Die Gesamtnote lautete damit 27,445 - an diesem Tag die Bestleistung im Nationenpreis.

Verletzungspech bei Fredenbeck

Denn anschließend blieb das Team Deutschland II - Jannis Drewell (9,097) und Julian Wilfling (9,026) sowie das Team Fredenbeck (9,152) - mit insgesamt 27,275 Punkten knapp hinter ihren deutschen Konkurrenten zurück. Das Team Fredenbeck aus der Umgebung von Hamburg hatte den Nationenpreis 2018 noch gewonnen und sich im Winter dann personell umgestellt.

Beim diesjährigen CHIO hatte der Vorjahressieger Pech: Nach einer Verletzung am Samstag mussten die Fredenbecker kurzfristig noch die Besetzung für den Nationenpreis umstellen und lieferten gerade unter diesen Umständen eine starke Kür.

Österreich belegt dritten Rang

Das österreichische Team hatte sich zeitweise an die Spitze gesetzt, die 24,470 Punkte reichten am Ende aber nur für den dritten Platz. Mit den guten Auftritten der Einzelvoltigierer Dominik Eder und Sarah Koch konnte der Gruppen-Auftritt zu futuristischen Elektrosounds - aufgrund einer schwachen Pferdenote für Leokado - nicht ganz mithalten.

Das schwedische Team SVEA erreichte mit insgesamt 23,128 Punkten den vierten Platz vor der Schweiz (22,499). Bei den Eidgenossen konnte auch eine gute Leistung des Einzelvoltigierers Lukas Heppler (8,440 Punkte) den schwächeren Auftritt der Gruppe Harlekin I bei unsauberer Galoppade des Pferds Royal Donkey (6,406 Punkte) nicht kompensieren.

CHIO - die Siegerehrung vom Nationenpreis der Voltigierer Sportschau 14.07.2019 09:19 Min. Verfügbar bis 14.07.2020 Das Erste

Stand: 14.07.2019, 16:30