Louisa Lippmann - Diagonalangriff ist ihre Waffe

Louisa Lippmann

Louisa Lippmann - Diagonalangriff ist ihre Waffe

  • Am Freitag (23.08.19) beginnt die Volleyball-Frauen-EM
  • Louisa Lippmann aus Herford ist Schlüsselspielerin im deutschen Team
  • Ab Herbst spielt die Angreiferin in China

Die Zeit ist eng getaktet. Umso wertvoller war kürzlich der freie halbe Tag im Trainingslager in Wien, als die deutschen Volleyballerinnen mal ein wenig die Seele baumeln lassen konnten, bevor es am Freitag (23.08.19) mit der Begegnung gegen die Schweiz in die Europameisterschaft in der Slowakei geht.

"Ich war ein bisschen bummeln, mal einen Kaffee trinken. Ich habe mich einfach treiben lassen", sagt Louisa Lippmann. Die Herforderin ist so etwas wie die Schlüsselspielerin im deutschen Team. "Es ist gut, dass man mal kurz abschalten kann. Wenn man immer nur auf Hochtouren mit Volleyball beschäftigt ist, ist der Kopf sonst am Ende müde, wenn es los geht", so die 24-Jährige, deren Spezialität knallharte Diagonal-Schmetterbälle sind.

Cool nach 133 Länderspielen

Die gestiegene Verantwortung begreift Lippmann als Belohnung für die harte Arbeit, die sie Tag für Tag in ihre Karriere steckt. "Früher war ich eine extrem aufgeregte Spielerin. Wenn ich zum Beispiel an mein erstes Länderspiel in Münster denke, hätte ich nie gedacht, dass ich mit Druck jetzt so gut umgehen kann", sagt Lippmann. Mittlerweile ist die 1,90 Meter große Angreiferin nach 133 Länderspielen ganz cool.

Sicherheit gibt der Herforderin neben ihrer Erfahrung das feste Teamgefüge. "Wir kennen uns alle unglaublich gut und sind schon lange zusammen. Wir sind sehr gut eingespielt, das ist etwas ganz anderes als auf Klubebene." In der Vorrunde trifft die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) noch auf Spanien (Samstag, 17.30 Uhr), Rekord-Europameister Russland (Montag, 17.30 Uhr), Gastgeber Slowakei (Dienstag, 20.30 Uhr) und Weißrussland (Mittwoch, 20 Uhr).

Vier von sechs kommen weiter

Die ersten Vier der vier Sechsergruppen ziehen ins Achtelfinale ein. "Jetzt geht es darum, wofür wir den ganzen Sommer gearbeitet haben. Wir haben vier Gegner, bei denen wir sagen, gegen die müssten wir gewinnen", sagt Lippmann, die sich auch gegen die körperlich überlegenen Russinnen Chancen ausrechnet: "Da wir nicht alle über Nacht zehn Zentimeter wachsen, müssen wir unser Spiel spielen und konsequent sein, dann geht da vielleicht was."

Anfang Oktober beginnt für die zweimalige Volleyballerin des Jahres dann ein weiteres Kapitel, dann startet in China die Klubsaison. Lippmann hat in Shanghai unterschrieben - gemeinsam mit Jordan Larson, der Spielführerin der US-Nationalmannschaft, startet sie dort in ein neues Abenteuer. Dort gibt es sicher viel zu entdecken.

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red/sid | Stand: 22.08.2019, 18:49