Rhein-Ruhr im Rennen um Universiade 2025

Universiade in Neapel: Wasserspringen

Rhein-Ruhr im Rennen um Universiade 2025

Von Jens Mickler

  • NRW zählt zu Kandidaten für Universiade 2025
  • Region Rhein-Ruhr mit guten Chancen
  • Drei weitere Städte bewerben sich um Ausrichtung
  • Entscheidung fällt noch in diesem Jahr

Seit vergangenem Donnerstag (4. Juli) läuft in Neapel die 30. Sommer-Universiade, das weltweit größte Festival des Hochschulsports. 8.000 Sportlerinnen und Sportler aus über 150 Nationen kämpfen um die Medaillen. Im Jahr 2025 könnte die Sommer-Universiade, die größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen, in der Region Rhein-Ruhr ausgetragen werden.

Machbarkeitsprüfung abgeschlossen

Die Metropolregion gehört neben Berlin, Leipzig und Frankfurt/Main zu den Kandidaten, die sich um eine Universiade-Ausrichtung bewerben. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband hat bereits einen "Letter of intent", eine Absichtserklärung, beim internationalen Hochschulsportverband FISU hinterlegt. Der Verband behandelt eine deutsche Bewerbung nun vorrangig, allerdings müssen noch weiere politische Entscheidungen getroffen werden. Die Landesregierung müsste einer möglichen Ausrichtung zustimmen.

Universiade – die Weltspiele der Studierenden Sportschau 08.07.2019 01:20 Min. Verfügbar bis 08.07.2020 Das Erste

Universiade in Neapel

Mitglieder der US-amerikanischen Delegation bei der Eröffnungsfeier

Im Juni ist eine Machbarkeitsprüfung abgeschlossen worden, die die Chancen und Herausforderungen der vier Kandidaten bewerten soll. "Noch ist nicht einzuschätzen, welcher dieser vier Orte favorisiert ist. Wir müssen das Ergebnis dieser Potentialanalyse abwarten", sagt Jörg Förster, Vorstandsvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (ADH), zu WDR.de. Spätestens Mitte Oktober soll im Bundestagssportausschuss beraten werden.

Letzte deutsche Universiade 1989 in Duisburg

Der Region Rhein-Ruhr werden dabei gute Chancen zugerechnet, nicht nur weil die letzte Universiade auf deutschem Boden 1989 in Duisburg stattfand. "Diese Spiele sind noch im emotionalen Gedächtnis. In Duisburg weiß man genau, wie es geht", sagt ADH-Vorsitzender Förster. Gleichwohl könne man die Universiade von damals nicht mit der heutigen Veranstaltung vergleichen. Vor 30 Jahren war das Event auf die vier Sportarten Basketball, Fechten, Leichtatletik und Rudern begrenzt. Mehr als 500.000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten die Wettbewerbe vor Ort - ein großer Erfolg.

Weiterer Vorteil für Rhein-Ruhr: Die Konzepte für eine Sportgroßveranstaltung liegen mit einer möglichen Bewerbung um die Olympischen Spiele 2032 vor. Zudem ist die Hochschuldichte in Deutschland nirgends so hoch wie in Nordrhein-Westfalen. Allerdings gebe es auch große Herausforderungen. "Die Rheinbrücken zum Beispiel. Das weiß ich als Düsseldorfer aus eigener Erfahrung", sagt Jörg Förster. Mit einer Einschätzung hält er sich daher lieber zurück.

Stand: 08.07.2019, 11:00